Neue Eiszeit im Sole-Felsen-Bad. Sauna-Attraktion zaubert Pulverschnee im Sommer. Zahlen im Bad dank Chipsystem ab Herbst ohne Bargeld möglich!

Von Markus Lohninger. Erstellt am 18. Juli 2019 (04:55)
M. Lohninger
Es schneit in Gmünd. Kühlten sich an ersten Schneeflocken in der ehemaligen Schwitzkammer ab: Geschäftsführer Bernhard Strohmeier, Ramona Troll (Verwaltung Badedienst), Technikleiter Thomas Berger und die diensthabenden Saunameister Vladimíra, Johannes sowie Jakub.

Eine neue Eiszeit brach mit Wochenbeginn im Saunabereich des Sole-Felsen-Bades Gmünd an: Seit 15. Juli ist in der ehemaligen Salzsauna die erste Schneedusche Österreichs in Betrieb – diese bietet anstelle der Schwitzkammer nicht nur die Möglichkeit zum Abkühlen, sondern wird nach und nach auch eine gut 30 Quadratmeter große Indoor-Winterlandschaft entstehen lassen. Die Inbetriebnahme wurde beim Vorab-Lokalaugenschein der NÖN am 15. Juli von etlichen Saunagästen freudig erwartet, alle wollten erste Blicke auf die neue Attraktion der Wellness-Oase werfen.

Der Raum für kreative Ideen war wie berichtet frei geworden, weil vor Weihnachten um 700.000 Euro eine neue, mit 17 Tonnen Salzstein ausgerüstete und lichttechnisch spektakulär inszenierte Salzsauna ans bestehende Areal angestückelt worden war. „Es ist genau die richtige Nutzung für das alte Objekt – und natürlich wesentlich besser als ein Abriss“, freut sich Geschäftsführer Bernhard Strohmeier über die Realisierung der 55.000-Euro-Investition.

Und die funktioniert so: Das „weiße Gold“ strömt selbst bei 40 Grad Außentemperatur von oben in den extra isolierten, komplett neu ausgestatteten Innenraum – perfekt für die erfrischende Abkühlung nach dem Aufguss oder dem ausgiebigen Sonnenbad. Ist der Raum hingegen menschenleer, dann wird der frisch erzeugte Pulverschnee durch ein Gebläse verteilt. Mitarbeiter können ihn dann nach und nach zu Landschafts-Elementen wie Waldviertler „Restlingen“ aus Schnee oder Sitzmöglichkeiten formen.

Drei bis vier Kubikmeter Pulverschnee flocken künftig pro Tag vom Sole-Himmel.

Besuch trotz Hitzewelle über dem Vorjahr

Geschäftsführer Strohmeier ist nicht nur wegen des neuen Highlights in der Sauna guter Dinge. Der Hitzewelle vor dem Sommer zum Trotz wurde das erste Halbjahr mit einem Besucherplus von 6.000 zum Vorjahr abgeschlossen. Auch im Juli läuft das Geschäft, so entflohen am verregneten vorigen Samstag gut 2.000 Menschen dem Wetter in Richtung Solebad. Dank einer weiteren Investition, die Innendusche der Saunawelt war für 90.000 Euro von Grund auf neu gebaut worden, konnten sich die Saunagäste trotz hoher Auslastung konstanter Duschwasser-Temperaturen erfreuen.

Ende August steigt mit dem zweiten Kindersommerfest das nächste Highlight. Danach will Bernhard Strohmeier heuer noch eine wichtige Vision umsetzen: Spätestens bis Ende September soll im gesamten Badekomplex auf bargeldloses Zahlen mittels Chipband umgestellt werden. Stolze 170.000 Euro wird die dafür nötige Schaffung eines völlig neuen Kassen- und Zutrittssystems inklusive Drehkreuzes für die Sauna kosten. Strohmeier: „Das ist eine hohe, aber sinnvolle Investition. Gäste müssen künftig kein Geld mehr mit in Bad und Sauna nehmen.“