Schrems , Brand-Nagelberg

Erstellt am 12. August 2018, 04:58

von Markus Lohninger

Elk-Vertriebschefin am Schauplatz. Über Pros & Contras zum Fertighaus – und die allgegenwärtige Energieeffizienz.

Elk-Vertriebschefin Astrid Kaufmann-Neussl gratulierteKatharina Apfelthaler und Jürgen Uitz zum energieeffizientenEigenheim, Heinz Frank hatte die „Ausgezeichnet gebaut in NÖ“-Plakette dabei.  |  Markus Lohninger

Ungewöhnlicher Besuch beim Litschauer Stadtamtsdirektor Jürgen Uitz und seiner Lebensgefährtin Katharina Apfelthaler in deren im Frühjahr bezogenem Eigenheim in Brand: Astrid Kaufmann-Neussl, Vertriebsleiterin bei Fertighaus-Marktführer Elk mit Sitz in Schrems, schaute im Beisein von SP-Vizebürgermeister Heinz Frank vorbei, um aus erster Quelle Erfahrungen am Weg zum neuen Elk-Fertighaus zu hören. Das aus ihrer Sicht vielleicht Wichtigste fasst Apfelthaler zusammen: „Wir würden es exakt so wieder machen!“

Wie läuft ein Fertighaus-Kauf?

Wo sind die Fallstricke?

Zwei Jahre lang hatte das Paar vergeblich nach seinem Traumhaus gesucht. Vom ebenerdigen, barrierefreien Bungalow ging es in Richtung zwei Etagen, doch kein Modell hatte den perfekten Grundriss. „Die Küche war überall im finstersten Eck. Wir hatten fast aufgegeben…“, sagt Apfelthaler, bei der es dann auf der überarbeiteten Elk-Homepage beim neuen Modell Living 148 „klick“ machte: „Bis auf ein paar Kleinigkeiten war es genau das Gesuchte.“ Es stand in einem deutschen Musterpark, nahe dem zufällig ohnehin gerade ein Hochzeits-Besuch anstand. Der Tag brachte Klarheit. „Das bestätigt den Wert eines Musterhauses“, nickt Kaufmann-Neussl.

Hauskauf am besten nicht wie bei Amazon

Ob Elk der richtige Partner fürs Leben sein würde? Das Paar las einige Kritik an Elk-Häusern im Internet, vertraute aber auf Erfahrungen im persönlichen Umfeld. Kritik komme vielleicht von Menschen, bei denen „ein Hauskauf wie bei Amazon per Mausklick getätigt wird, ohne sich in Details einzuarbeiten“, vermutet Uitz. Zufriedene Kunden geben selten Bewertungen ab, sagt Kaufmann-Neussl, „es wird als selbstverständlich angenommen“. Man halte keine Informationen hinterm Berg, „unsere Liefer- und Leistungsbeschreibung ist absolut umfangreich.“ Nur lesen muss man sie.

Bei der Planung gab es viel Input von Elk, sagt Apfelthaler – man habe sich gemeinsam „von einem Bereich zum nächsten gehantelt, laufend mit Energieberatern des Landes abgeglichen“.

Die Energieeffizienz wird generell zum Thema, unterstreicht Kaufmann-Neussl: Man nehme Trends an, stelle Spezialisten für tiefergreifende Fragen und Förderaspekte. Auch bei Familie Uitz-Apfelthaler stand das Energiethema auf der Prioritätenliste ganz oben – aus dem Umweltgedanken und aus finanzieller Sicht. Elk beriet, plante und schuf die Voraussetzungen für die Photovoltaik-Anlage, zugekauft wurde sie dann auf eigene Faust. Die 21 Paneele am Dach erzeugten heuer schon um die Hälfte mehr Strom, als inklusive Heizung und Warmwasser (durch die Luft-Wasser-Wärmepumpe, kombiniert mit der Fußbodenheizung) benötigt wurde. Der Rest floss ins Netz. Jürgen Uitz, wie berichtet auch Energie- & Umweltmanager der Stadt Litschau: „Es gibt viele Möglichkeiten, die gar nicht viel Geld kosten. Macht man es gut, dann ist es auch dank Förderungen ein Nullsummen-Spiel – man kann sogar Geld damit verdienen.“

„Alle Maßnahmen sollten in der Praxis etwas bringen! Das Stüberl, auf das ich nicht verzichten wollte, hat den Passivhaus-Status gekostet…“ Jürgen Uitz zu den Grenzen des Energiethemas

Für nachhaltige und energieeffiziente Maßnahmen hatte Vizebürgermeister Frank beim Besuch die Plakette der NÖ Energie- und Umweltagentur „Ausgezeichnet gebaut in NÖ“ mit dabei. Qualifiziert hat man sich auch für das silberne „Klimaaktiv“-Zertifikat des Ministeriums für Nachhaltigkeit & Tourismus und der Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – als erst drittes Einfamilienhaus im Gmünder Bezirk! Die Energiekennzahl: 27,4. Die für den „Silber“-Status nötigen 750 von 1.000 möglichen Bewertungspunkten wurden mit 778 klar übersprungen.

Kosten- und Energieeffizienz wurden zum Spleen, schmunzelt Uitz. Die LED-Lampen müssen heuer noch gekauft werden, dann verfallen die Förderungen des Bundes dafür. Rollos wurden am letzten Februartag gekauft – noch, bevor die Aktion auslief. Aber: „Alle Maßnahmen sollten in der Praxis etwas bringen! Das Stüberl, auf das ich nicht verzichten wollte, kostete den Passivhaus-Status…“ Genauso ist die E-Tankstelle mitgedacht, soll aber erst kommen, wenn der nächste Autowechsel fällig wird.

Dank digitaler Technik haben die beiden am Handy, wann wie viel Strom erzeugt, verbraucht, aus dem Netz geholt oder eingespeist wird. Auch das macht effizient: So wird jetzt das private Notebook per Programmierung aufgeladen, wenn Stromüberschuss zu erwarten ist.

Vor allem die Jungen in seiner Gemeinde seien sehr umweltbewusst, sagt Vizebürgermeister Frank. „Katharina und Jürgen sind aber besondere Vorbilder“, ergänzt er. Und verabschiedet sich mit einem neuen Gedanken im Hinterkopf: Kastanien sollen ein vorzüglicher Waschmittel-Ersatz sein, hat er gehört.