Klima geht alle an: Demo in Schrems. Wenn es dem Klima gut geht, geht’s auch den Menschen gut. Anlässlich des weltweiten Klimaschutztages am 25. September und nach einem strittigen Gemeinderatsantrag organisierte der Waldensteiner Grün-Gemeinderat Christian Oberlechner eine Klimakundgebung.

Von Karl Tröstl. Erstellt am 26. September 2020 (09:20)

„Schrems ist die Gemeinde, welche sich als erste in Niederösterreich öffentlich gegen die geplante Transitautobahn quer durch das Waldviertel gestellt hat. Aus dem Grund wurde Schrems als Demo-Ort gewählt“, meint Oberlechner. Unter strengen Covid-Maßnahmen trafen einander etliche Autobahngegner aus Politik, Wirtschaft und privaten Institutionen im Bereich des Moorbades, um gegen die Zerstörung, der Natur des Waldviertels zu demonstrieren.

Gegen 16 Uhr startet die Kundgebung vom Moorbad weg und marschierte, begleitet von Trommelklängen, durch die Stadt, wo sich die Teilnehmer vor dem "Hotel zur Sonne" am Hauptplatz versammelten. Zahlreiche Redner und Gruppen überbrachten ihre Botschaften zum Klimaschutz.

Als erster Redner kam der grüne Schremser Gemeinderat Ferry Kammerer auf die Bühne und meinte, dass wir verpflichtet seien, auf unser Erbe – Mutter Erde –  acht zu geben.

Der Abgeordnete zum Nationalrat, Martin Litschauer, will die erneuerbare Energie verdoppeln, damit alle von der umweltschädlichen Öl-Heizung wegkommen.

Gea/Waldviertler-Chef Heini Staudinger meinte, dass die Menschen "Gefangene im falschen Lebensstil" seien. Es müsse ein Umdenken zur Mobilität und zur Ernährung stattfinden. Und Johannes Guttmann vom Sonnentor: „Wenn es dem Klima gut geht, geht’s auch den Menschen gut“.

Zahlreiche weitere Redner haben sich zu Wort gemeldet, allen voran die Landtagsabgeordnete Silvia Moser, Marta Webe vom Verkehrsforum Waldviertel, Sabine Nagl von Parents for Future Waldviertel, Heinz Spindler, Hans Bierwolf, Gerald Hohenbichler, Norbert Anderl und Andrea Rögelsberger der Fahrrad-Lobbyisten aus Gmünd und Waidhofen, Herbert Künelt, Ulli Kleindienst, Eva Math und Ewald Gräber.

Es wurden zahlreiche Zahlen und Daten und Analysen aufgezeigt, wie der enorme Treibstoffverbrauch und Emissionsausstoß von Militärfahrzeugen und angeblich vierfache Kosten eines Autobahnbaues gegenüber dem Ausbau der Franz-Josefs-Bahn.

Als Schlussrednerin sprach die 10-jährige Emma Spitzendorfer über ihre Vorstellungen betreffend Klima. Zum Abschluss wurde, trotz einsetzenden Regens, gemeinsam ein Lied gesungen.