Nächste Etappe für Hochwasser-Schutz. Bauabschnitt in Niederschrems ist fertig, jetzt wird im Bereich des Goetheparkes gebaut. Fußgänger & Radler müssen Sperre hinnehmen.

Von Karl Tröstl. Erstellt am 07. August 2020 (05:59)

Ausgerechnet rund um das von Starkregen und Gewittern geprägte vorige Wochenende dominieren zwei Hochwasserschutz-Projekte das Geschehen in der Stadtgemeinde Schrems.

Nach Abschluss des Bauabschnittes in Niederschrems (die NÖN berichtete) fand am 28. Juli die formelle Abnahme mit der Baufirma Leyrer+Graf, der Bauaufsicht, dem Abwasserverband Lainsitz und der Stadtgemeinde Schrems statt. Die Kosten für diesen Bauabschnitt betrugen rund 1,2 Millionen Euro, ein Fünftel davon entfiel auf die Stadt Schrems, den Rest teilen sich Bund und Land. „Nun ist der Wunsch der Bewohner von Niederschrems nach 18 Jahren in Erfüllung gegangen. Der Schutz gegen ein 100-jähriges Hochwasserereignis ist jetzt vorhanden“, freut sich SP-Stadtrat Ernst Hobecker.

Umfassende Vorleistungen

Als Vorleistung für die Hochwasserschutzbauten wurde von der Stadtgemeinde Schrems zunächst ein bestehendes Gebäude abgerissen, um hier das Flussbett hochwassersicher ausgestalten zu können. Die kurz vor dem Naturdenkmal „Heumühle“ befindliche Brücke wurde erneuert und angehoben. Wegen der Erhöhung des Verbandssammlers musste eine Vakuumstation zur Entwässerung der beiden anliegenden Häuser errichtet werden. Die wasserbautechnischen Arbeiten im Flussbett wurden von der Firma Hydro Ingenieure geplant und auch während der Bauarbeiten immer wieder kontrolliert.

Großräumige Umleitung für Fußgänger und Radler

Am 17. August wird bereits der nächste Abschnitt des Hochwasserschutzes im Gemeindegebiet in Angriff genommen. Es geht flussaufwärts von der Heumühle in den Goethepark bis zur Körner-Brücke (Busbahnhof). Neben Arbeiten im Flussbett und entlang der Promenade müssen hier auch die beiden Brücken (Sportplatzsteg und Parkwegbrücke) erneuert werden, da diese den Hochwasserschutzerfordernissen nicht mehr entsprechen.

„Wir müssen daher für Fußgänger und Radfahrer eine großräumige Umleitung schaffen, da wegen Rodungsmaßnahmen und auch durch die Baufahrzeuge eine Gefahr besteht“, erklärt Bürgermeister Karl Harrer (SPÖ). Die Umleitungsstrecke wird über den Heumühlweg bzw. über den Vogeltenn führen (siehe Grafik!).

NOEN

Kosten für kommenden Abschnitt: etwa 3 Millionen Euro

Für die ökologische Begleitplanung, Reaktivierung der Dämme und Naturschutzplanung ist das Ingenieurbüro Gerhard Prähofer verantwortlich, mit der Fertigstellung dieses Bauabschnittes wird im Jahr 2021 gerechnet.

Die Kosten für diesen Abschnitt werden sich auf etwa drei Millionen Euro belaufen, auch hier muss die Stadt ein Fünftel davon stemmen.