Waldviertler NBG Fiber GmbH: Sanierungsverfahren heute eröffnet

Erstellt am 03. Oktober 2022 | 13:13
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Foto: M. Lohninger
Die NÖN hatte es am vergangenen Donnerstag angekündigt, heute wurde am Landesgericht Krems ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung über die NBG Fiber GmbH mit Sitz in Gmünd eröffnet. Rund 75 Gläubiger sind laut Mitteilung des KSV1870 betroffen.

Angeboten wird laut KSV1870 eine Quote von 20 Prozent, zahlbar innerhalb von zwei Jahren. Die Verbindlichkeiten des Waldviertler Unternehmens betragen den Angaben zufolge rund 37 Mio. Euro, 48 Dienstnehmer seien von der Insolvenz betroffen. Zur Insolvenzverwalterin wurde die Zwettler Rechtsanwältin Martina Withoff bestellt.

Gläubiger können Forderungen nun bis 2. November anmelden. Die Prüfungstagsatzung findet am 16. November statt, über den Sanierungsplan soll am 30. November abgestimmt werden. NBG Fiber produziert Fiber Optic-„Preforms“, also Glasfaser-Rohlinge zur späteren Herstellung von Glasfaserkabeln. Die Gesellschaft ist mehrheitlich im Privatbesitz von Geschäftsführer Karl Bauer und – wie dieser betont – rechtlich völlig unabhängig von den diversen Gesellschaften der NBG Holding GmbH.