Schwere Riffs und scharfe Soli

Erstellt am 13. März 2013 | 00:00
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Foto: NOEN
Konzert / Die „4 Giants“ spielten sich im „espresso & music“ durch ihr neues Album. Fast ohne Violine.
Von Maximilian Köpf

GMÜND / Vieles drehte sich am 6. März im „espresso & music“ um die Geige. Zuerst vergaß Raphael Widmann sie zu Hause und musste sie holen, weshalb sich das Konzert etwas verzögerte. Dann war sie nicht in Stimmung und letztlich versagte ihr gegen die elektrisch-verstärkten Kollegen der „4 Giants“ auch noch die Stimme.

Das aber nur nebenbei. Denn was Widmann (Gesang), Wolfgang Rehbichler (Gitarre), Wolfgang Frosch (Bass) und Peter Primus Frosch (Drums) da durch die Räumlichkeiten des kleinen Gmünder Kaffeehauses jagten, war so ziemlich unerhört, zumindest im „espresso & music“.

In erster Linie spielten sich die Giganten durch ihr neues, mit modernem Rock bestechendem Album, wo schwere Rehbichler-Riffs und messerscharfe Soli sowie druckvolle Vocals von Widmann gepaart mit dem Bass-Uhrwerk Frosch und seinem Sohn Peter an der Rhythmus-Galerie zu einem nie langweilig werdenden, treibenden Rockabenteuer verschmolzen.

In Höchstleistung zu 

Wer dachte, dass es nach der Pause in dem Takt weitergehen würde, wurde eines Besseren belehrt. Warmgespielt trieben sich die vier Vollblutmusiker von Höchstleistung zu Höchstleistung und ließen mit Covers von Hard-Rock-Klassikern wie „Radar Love“, „Simple Man“ oder „Moby Dick“ – bei dem Frosch junior unter Beweis stellte, dass er dem verstorbenen Led-Zeppelin-Drummer John Bonham bald an den Fersen kleben könnte – das Café erbeben.

Letzten Endes gaben die drei Instrumentalisten bei „Black Betty“ auch Raphael Widmanns Geigenkünsten seine Aufwartung, als sie zumindest phasenweise ganz leise wurden, um das Violinsolo in den Vordergrund zu holen.