Schwerpunkt: Straße

Erstellt am 20. Februar 2013 | 00:00
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Schnellstraße / FSG-NÖ-Vorsitzender Rene Pfister besuchte Gmünd und pochte, wie seine Bezirksvertreter, auf den Infrastruktur-Ausbau.
Von Maximilian Köpf

BEZIRK GMÜND / Als er den Landesvorsitz der FSG übernahm, nahm sich Rene Pfister vor, alle NÖ Betriebsräte zu besuchen. Nun stand Gmünd am Tourplan. Mit ÖGB-Regionalsekretär Erich Macho, Eaton-Betriebsrat Werner Müller und dem Abgeordneten Konrad Antoni klapperte er Betriebe ab, stand der Bevölkerung im Gmünder Einkaufszentrum und dem Schremser City Center Rede und Antwort.

Eines der Hauptanliegen der FSG im Wahlkampf ist der Ausbau der Infrastruktur. „Unser Straßensystem ist ein Flickwerk. Ein langfristiges Konzept fehlt“, so Pfister. Konkret sprach er den Ausbau der Achsen nach Wien über Horn und Krems an: „Diese Möglichkeit, etwas für die Wirtschaft zu schaffen, muss man ergreifen.“

Als Arbeitnehmervertreter höre Müller meist dieselben Gründe, wenn ein Arbeitsplatz verloren geht: „Die Lagerkosten sind zu hoch, weil die Straßenverbindung zum zweiten Werk in Ziersdorf zu schlecht ist. Eine Schnellstraße würde Arbeitsplätze bringen.“ Macho strich auch den gesellschaftlichen Aspekt hervor: „In Regionen, wo die Infrastruktur passt, gibt es keine Abwanderung, teils sogar Zuwächse.“ Besonders sauer stieß Antoni deshalb die Gallup-Umfrage der Vorwoche auf, der zufolge die Mehrheiten gegen Autobahn oder Schnellstraße wären (die NÖN berichtete): „Bei der Fragestellung war klar, dass dieses Ergebnis herauskommt.“ Dabei sei es gerade im Waldviertel ein Faktum, dass die Wirtschaft schrumpfe und die Bevölkerung abwandere. „Um dem entgegenzuwirken, muss die Infrastruktur ausgebaut werden.“

Der ÖVP-Abgeordnete Johann Hofbauer versprach indes, dass die ÖVP und Landeshauptmann Pröll die „Region mit zwei dreistreifigen Achsen optimal erschließen werden. Eine starke Achse zu fordern macht doch keinen Sinn, solange nicht einmal klar ist, ob diese über Horn oder Zwettl gehen soll.“