Gemeinderatssitzung: Abgaben nun angehoben

Höbarth vor Beschluss bei der Gemeinderatssitzung: Land habe niedrige Abgaben öfter gerügt. Aufschließung, Wasser und Glasfaser-Anschluss werden teurer.

Karin Pollak
Karin Pollak Erstellt am 20. September 2021 | 04:39
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Foto: Shutterstock/Denis Kuvaev

Die Bürger der Gemeinde St. Martin müssen für das Trinkwasser, den Anschluss ans Glasfasernetz und die Aufschließungsabgabe bei Neubauten etwas tiefer in die Tasche greifen: Diese Gebühren wurden erhöht.

„Wir haben sie seit Jahren nicht mehr angehoben und wurden dafür auch schon vom Land gerügt. Wir mussten jetzt handeln“, erklärt Bürgermeister Peter Höbarth (ÖVP). Der Herstellungsbeitrag für einen Glasfaseranschluss – es geht um das letzte Stück vom Leitungsnetz zum Haus – betrug bisher 99 Euro und wird auf 199 Euro erhöht. „Mit den äußerst günstigen 99 Euro waren wir überhaupt nicht kostendeckend, mit den 199 Euro liegen wir weiter weit unter jenen Beträgen, die etwa von der NÖGIG für einen Hausanschluss verrechnet werden“, sagt Höbarth. Das Glasfasernetz gehört der Gemeinde St. Martin, es gibt derzeit um die 300 Hausanschlüsse.

FPÖ-Mandatar Gerhard Minichshofer enthielt sich der Stimme ohne Begründung.

Die Wasserbezugsgebühr wurde von 1,25 Euro pro m 3 auf 1,50 angehoben. Die Bereitstellungsgebühr für einen 3-m 3 -Zähler wird von 17 (pro m 3 ) auf 30 Euro erhöht. „Wir haben seit 2001 keine Erhöhung für das Trinkwasser durchgeführt. Seither wurden aber über 700.000 Euro dafür investiert – zuletzt die neue Hauptleitung von Rindlberg nach St. Martin. Das müssen wir finanzieren“, betont Höbarth, der darauf verweist, dass der Wasserpreis von St. Martin trotzdem im unteren Bereich der Wasserpreise der Gemeinden der Region liege.

Der Einheitssatz für die Aufschließungsabgabe mit 4,50 Euro wurde vom Land NÖ laut Höbarth mehrmals als „zu niedrig“ bewertet. Jetzt erfolgte die Erhöhung auf 4,75 Euro pro m 2 der Berechnungsfläche.