Bezirk Gmünd ist Schlusslicht im Zukunftsranking. Bezirk Gmünd bleibt Schlusslicht in „Zukunftsranking“ von Linzer Institut. Bezirkshauptmann relativiert.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 25. April 2019 (04:54)
Markus Lohninger
Symbolbild

Im Nordwesten wenig Neues – so kann man das „Zukunftsranking 2019“ der „Pöchhacker Innovation Consulting GmbH“ für den Bezirk Gmünd zusammenfassen: Er bleibt in der Studie Letzter unter allen Bezirken Österreichs. Neu ist mit Obernpullendorf im Burgenland nur der Vorletzte.

Unser Vorteil: Wer schon Letzter ist, der kann nicht mehr absteigen. Der Aufschrei im Bezirk, der in vielerlei Aspekten führend im Waldviertel ist und im Vorjahr etwa am Arbeitsmarkt einen Höhenflug erlebte, bleibt nun also aus. 2018 hatte das erste Zukunftsranking durch 19 Indikatoren aus Demografie, Wirtschaft & Innovation, Arbeitsmarkt und Lebensqualität eine Bürgermeisterkonferenz auf Einladung von Bezirkshauptmann Stefan Grusch ausgelöst, bei der die Geschäftsführung im Beisein aller Gemeindechefs über das Zustandekommen des Studienergebnisses berichtete.

„Ganz so abgesandelt ist der Bezirk auch nicht“

„Wir hatten gehofft, Neues über die Schwächen des Bezirkes zu erfahren, um daran arbeiten zu können“, blickt der Bezirkshauptmann zurück. Schlauer sei man nicht geworden, zentrale Aspekte hätten kaum Eingang in die Studie gefunden. Die Bürgermeister hätten deren Redlichkeit zurecht angezweifelt, spricht Grusch etwa eine „originelle Gewichtung mancher Parameter“ an: „Gmünd schnitt auch bei der Lebensqualität schlecht ab. Die hohe Sicherheit kam da zu kurz, genauso das noch stark ausgeprägte soziale Gefüge, der Breitband-Bau, die hohe Dichte an Hallenbädern oder die tolle Gastronomie-Infrastruktur.“

Betriebsblindheit kann man dem 2017 von Hollabrunn gekommenen Horner nicht unterstellen, zumal er zuvor auch in Krems-Stadt – im Ranking bundesweit die Nummer eins – gearbeitet hatte und den Vergleich hat. Natürlich gebe es teils Handlungsbedarf, „ganz so abgesandelt ist der Bezirk aber auch nicht“. Zur Studie: bit.ly/2KYJhOs

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