Badeschluss im Solebad: „Das Positive war die Jahresbilanz“

Sole-Felsen-Welt Gmünd: Schlussstrich unter das Jahr 2021 – mit erstaunlichen Ergebnissen.

Erstellt am 06. Dezember 2021 | 07:24
Lesezeit: 1 Min
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Die Zahlen des Jahres 2021 in der Sole-Felsen-Welt lassen sich zur Freude von Geschäftsführer Bernhard Strohmeier trotz der Pandemie sehen.
Foto: ml/Archiv

Der Lockdown ist nur bis 12. Dezember angekündigt, Chancen auf eine Wiedereröffnung der Sole-Felsen-Welt in Gmünd rechnet sich Geschäftsführer Bernhard Strohmeier für 2021 aber nicht mehr aus. Und so dürfte das Jubiläumsjahr der 2006 eröffneten Wellness-Oase so enden, wie es begonnen hatte: mit einer leergefegten Therme, und Betriebsamkeit dank des Takeaway-Bereiches am ehesten im Hotel-Restaurant. Aber, so Strohmeier: „Wenn 2021 irgendwas Positives hatte, dann ist es die Jahresbilanz.“ Die Zahlen wären selbst vor der Covid-Pandemie mehr als beachtlich gewesen.

So wurde im Hotel für die 187 Öffnungstage ab dem Saisonbeginn am 19. Mai eine durchschnittliche Auslastung von unglaublichen 90 Prozent erreicht, im August gar von 97 Prozent. „Da war nur noch tageweise überhaupt ein Zimmer zu bekommen“, sagt Strohmeier. Inklusive aller Schließtage über das gesamte Jahr gerechnet, spricht er immer noch von einer 54-prozentigen Auslastung, das sind nur elf Prozent weniger als im bisherigen Rekordjahr 2019 (65 %), als alle Tage offen war. Und: „Hotelgäste hatten dank unserer Sicherheitsmaßnahmen offenbar keine Bedenken, dass ihnen etwas passieren könnte. Wir waren selbst am letzten Sonntag noch ausgebucht. Traurig nur, dass wir die Gäste dann heimschicken mussten…“

Trotz Schließung in bester Jahreszeit Top-Zahlen

In der Thermenwelt wurden an den 187 Öffnungstagen zwischen Mai und November insgesamt 176.000 Gäste verzeichnet. Rechnet man diese auf ein Jahr hoch, so stünde eine Jahressumme von 343.000 Besuchern in der Bilanz – kaum weniger als im bisherigen Spitzenjahr. Freiwillige Besucherlimits in Bad und Sauna hätten wie berichtet Tagesrekorde in unerreichbare Ferne gerückt, so Strohmeier. Aber: Die Gäste fühlten sich wohler, kamen regelmäßiger wieder, „und die Zahl der Beschwerden ging wesentlich zurück.“

Für das Restaurant spricht Strohmeier trotz der im Vergleich zu 2020 um mehr als zwei Monate kürzeren Öffnung von einem zehnprozentigen Umsatzplus. Das Takeaway-Service läuft auf Hochtouren – mit aktuell 150 Mittagessen pro Tag zum Mitnehmen und mehr.