Kein Pächter: Wirt kehrt selbst zurück. „Zu schön, um leer zu stehen“: Gasthaus Klein wird wieder aktiviert.

Von Karin Pollak. Erstellt am 21. April 2019 (04:58)
Karin Pollak
Ewald Klein öffnet nach einer Sanierung sein Gasthaus „Zum Klein“ selbst an zwei Wochenenden im Monat. Die Pächter-suche läuft weiter.

Seit dem Mai des Vorjahres ist das ehemalige Gasthaus Klein am Dorfplatz von Unserfrau verwaist. Jetzt gibt es zumindest an zwei Wochenenden im Monat einen Gastbetrieb durch den Besitzer Ewald Klein und seiner Lebensgefährtin Silvia Ledermüller.

Nachdem Pächter Lukas Schrenk seinen Pachtvertrag aufgelöst hatte, wurden die Gaststube, das Extrazimmer und die sanitären Anlagen vom Gasthausbesitzer von Grund auf saniert, um einen möglichen neuen Pächter ein ansprechendes Lokal bieten zu können. „Die Suche nach einem Pächter ist aber nicht einfach. Daher haben wir uns entschlossen, an jedem zweiten Wochenende das Gasthaus zu öffnen“, so Ewald Klein, der weiterhin bei der Glasfaserfirma KEM-Montage in Traun tätig bleibt. Unterstützt wird er dabei von seiner Lebensgefährtin, die als Lehrerin an der HLW Zwettl tätig ist. Auch die Familie hilft tatkräftig mit.

"Es ist zu schön, um leerzustehen"

„Das ist eigentlich Liebhaberei, aber wir wollen der Bevölkerung wieder einen Treffpunkt bieten und vielleicht einem Interessenten zeigen, wie schön unser neugestaltetes Gasthaus geworden ist. Es ist zu schön, um leerzustehen“, sagen sie. Das Lokal, das jetzt komplett rauchfrei ist und „Zum Klein“ heißt, kann gemietet werden, auch stundenweise, mit oder ohne Caterer: „Das passiert jetzt schon bei der Erstkommunion.“

Überlegungen für Workshops wie Kinderkleidung-Nähen, Reparaturcafé oder Grillschule gibt es, ebenso einen Plan für einen Bauernladen in einem ungenützten Raum. „Wir suchen regionale Anbieter, vielleicht können wir im Sommer damit starten“, sagt Klein. Auch Veranstaltungen soll es geben. „Wir sind gerade dabei, einen Vinyl-Schallplatten-Abend zu organisieren“, verrät der Gastwirt in bereits fünfter Generation.