„Viertel der Vergessenen“

Erstellt am 27. Februar 2013 | 00:00
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Stronach-Attacken / Werbung mit Gabmann-Vater. Stronachs Spitzenkandidat im Bezirk Gmünd schießt noch einmal scharf in Richtung Johann Hofbauer. Diesen lässt das eher kalt.

WALDVIERTEL / In Waidhofen hielt Parteigründer Frank Stronach sein Wahlevent für die Bezirke Gmünd, Waidhofen und Zwettl ab. Ulla Weigerstorfer moderierte und stellte die Waldviertler Kandidaten Ernest Gabmann jun. und Karl Kaufmann vor. Gabmann bezeichnete die Region als „Viertel der Vergessenen“, dem man 200 Meter hohe Windräder hinbauen will: „Die Verantwortungsträger schiffen Geld durch die Welt, damit ja für das Waldviertel nichts übrig bleibt.“ Er wünsche sich für den 3. März „einen Geografieunterricht für den Herrn Landeshauptmann“, damit dieser sehe, wo das Waldviertel ist. Kaufmann meinte indes, dass man die Nebenbahnen nicht zusperren müsse, sondern kleiner und einfacher machen könne.

In einer Presseaussendung erklärte er indes, dass der Vater seines Parteikollegen Gabmann „alle wesentlichen Projekte im Bezirk initiiert und umgesetzt“ habe und dafür 2008 mit dem besten Ergebnis aller NÖ-Bezirke belohnt worden sei (Anm.: Gmünd lag allerdings nur im guten Mittelfeld). Zugleich fuhr er schwere Geschütze gegen den ÖVP-Abgeordneten Johann Hofbauer auf: „Jeder fragt sich, was der Abgeordnete in den vergangen fünf Jahren geleistet hat. Die Wähler des Bezirkes Gmünd werden ihm daher bei der Wahl die Rechnung präsentieren.“

„Gabmann habe ich im Bezirk noch nie gesehen, Kaufmann ist nur eine Marionette von Stronach. Dazu etwas zu sagen, erübrigt sich doch“, lässt sich Hofbauer nicht provozieren.-jr/ml-