Frischer Wind: Vieles neu bei den Genossen. Basis wird für Bezirke Gmünd & Waidhofen mit Geschäftsführer belebt. Und: Neue Bezirksstelle am Hauptplatz!

Von Markus Lohninger. Erstellt am 17. Januar 2019 (04:24)
T.W.
Hier kommt die neue SPÖ-Bezirksgeschäftsstelle am Hauptplatz.

Die SPÖ rüstet sich für die Gemeinderatswahl 2020: Sie bekommt eine neue Waidhofner Bezirks-Geschäftsstelle direkt am Hauptplatz und mit dem Gmünder Stadtrat Thomas Miksch einen Geschäftsführer für die Bezirke Gmünd und Waidhofen – die zuletzt fast zwei Jahre ohne eigene Geschäftsführung vor Ort gewesen waren. Josef Kromsian bleibt Regionalleiter für das Waldviertel inklusive Krems und Geschäftsführer für die Bezirksstellen in Zwettl und Horn.

„Ich bin gerne unterwegs und rede mit den Menschen. Es taugt mir, gemeinsam mit unseren Ortsorganisationen zu arbeiten und sie in ihren alltäglichen Aufgaben zu unterstützen“, freut sich der 43-jährige Miksch. Für seine neue Herausforderung hatte er seinen Job als Vertragsbediensteter der seit 2015 ÖVP-AfG-geführten Stadtgemeinde Gmünd aufgegeben. Als gebürtiger Gasterner, der sich vor 25 Jahren der Liebe wegen in Gmünd niedergelassen hat, kenne er die beiden Bezirke sowie innerhalb der SPÖ die örtlichen Strukturen und Organisationen sehr gut, sagt er: „Das ist – genauso wie meine langjährige Arbeit für die Stadtgemeinde und im Gemeinderat – ein Vorteil für meine neue Funktion.“

Wahllisten sollen bis Frühsommer stehen

Mit der Investition der Landespartei in die zwei Bezirke soll auch frischer Wind in die Parteibasis kommen. Gmünds Bezirksbüro wird aufgefrischt. In Waidhofen wird gar aus der Thayastraße 3a ausgezogen und ein neuer Büro-Standort eingerichtet – prominent vis-à-vis des Rathauses, in dessen Sitzungssaal die Genossen derzeit mit vier von insgesamt 29 Gemeinderats-Mandaten nur noch eine Randerscheinung sind.

Die Adresse Hauptplatz 19 ist nach Ansicht des neuen Geschäftsführers ein Top-Standort, „man wird gesehen und wahrgenommen“. Die Elektroarbeiten wurden soeben abgeschlossen, diese Woche soll ausgemalt werden, danach ist die Einrichtung für das Büro mit Besprechungsraum, kleiner Küche und Toiletten geplant.

Anfang März soll gemeinsam mit der Bevölkerung die Eröffnung gefeiert werden.

privat
Thomas Miksch ist neuer SPÖ-Bezirksge-schäftsführer.

„Eine wichtige Aufgabe für mich ist es natürlich, nach der örtlichen Trennung das gute Einvernehmen mit Pensionistenverband, Gewerkschaft oder Arbeiterkammer zu wahren“, betont Thomas Miksch. Das Backoffice wird wie bisher mit Martina Litschauer besetzt sein, dazu will Miksch wöchentlich abwechselnd drei Tage die Woche in einer Bezirksstelle und zwei Tage in der anderen arbeiten.

In Gmünd selbst wird der dort stellvertretende Stadtpartei-Obmann bereits als kommender starker Mann für den Gemeinderats-Wahlkampf gehandelt, der 2020 als Spitzenkandidat das Bürgermeister-Amt zurück zur SPÖ holen soll. Die NÖN-Anfrage dazu lässt er aber noch unkommentiert.

„In der Sache muss man hart sein und seine Anliegen vertreten, nur streiten und unter der Gürtellinie zu arbeiten ist jedoch auch nicht zielführend“, beschreibt er sein eigenes politisches Credo, „Der Mittelweg ist wichtig. Man muss sich wie im Fußball-Spiel nachher in die Augen schauen können.“

Für die Bezirke Gmünd und Waidhofen muss er noch in den nächsten Wochen die Entscheidungsfindungs-Prozesse innerhalb der Gemeindeparteien für die Listenerstellung zur Wahl begleiten. Die Verantwortung an sich liege aber bei den Ortsgruppen, betont Miksch. Klarheit soll in allen Gemeinden noch vor dem Sommer herrschen.