Wieder Ermittlungen!

Erstellt am 27. März 2013 | 00:00
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Neue Methoden / Experten des Bundeskriminalamtes rollen nun den ungeklärten Mord an Daniela Kammerer abermals auf.
Von Gila Wohlmann

WIEN, PÜRBACH / Wenn es um ungeklärte Kriminalfälle geht, dann sind sie zur Stelle: Die Beamten des Cold-Case-Managements (CCM). Ihr Sitz ist im Bundeskriminalamt in Wien. Ihre Aufgabe: Die Leitung der nationalen und internationalen Maßnahmen sowie Ermittlungen zur Aufklärung von speziellen, unaufgeklärten und länger zurückliegenden Vermissten- und Kriminalitätsfällen. In den Händen der „Cold-Case-Ermittler“ liegt nun auch der ungeklärte Mord an der Pürbacherin Daniela Kammerer.

Die Studentin aus dem Bezirk Gmünd wurde im Juni 2005 in einer Telefonzelle in Innsbruck erstochen. „Wir machen Fallanalysen und halten Rücksprache mit dem zuständigen Landeskriminalamt und schauen, für welchen Akt das ,Cold-Case-Managment‘ zuständig sein könnte“, erklärt Bundeskriminalamtssprecher Mario Hejl. Der Fall „Kammerer“ sei ein solcher. Hejl: „Wir können nun einen ungeklärten Mord von 2005 mit modernen Untersuchungsmethoden von 2013 komplett neu aufrollen.“ Auch hier wird, so Hejl, die Haarschuppenanalyse zum Einsatz kommen. „Wir haben noch Kleidung der Ermordeten zur Verfügung, was aber nicht heißt, dass wir zwingend etwas finden“, sagt Hejl und betont, „Sollten sich irgendwo ermittlungstechnische Ansätze ergeben, werden Einvernahmen, auch in ihrem näherem Umfeld, vorgenommen.“

Vielleicht ergibt sich ein Tatmotiv, denn bis heute ist nicht geklärt, warum die Niederösterreicherin sterben musste. Zwei Verdächtigen - einem Ex-Freund und einem bosnischen Asylwerber - konnte man die Tat nicht nachweisen.