Alpiner Hubschrauber-Einsatz am Nebelstein. Mit einem Eurocopter wurden die Eisenteile für die Aussichtsplateaus auf den Nebelstein geflogen.

Von Karin Pollak. Erstellt am 12. Juli 2019 (06:17)

Zu einem spektakulären und vor allem nicht alltäglichen Arbeitseinsatz kam es am vergangenen Samstag am Nebelstein. Die schweren Eisenkonstruktionen, die für die Attraktivierung des Harbacher Hausberges (die NÖN berichtete mehrfach) benötigt werden, wurden per Hubschrauber auf den Berg geflogen.

Die Eisenteile, dabei handelte es sich um die beiden Aussichtsplateaus und die Brücke zum Gipfelkreuz, stammen aus der Firma Waldviertler Metallwerkstatt von Herbert Tüchler in Zusammenarbeit mit der Firma Ramharter. Sie wurden in zehn Durchgängen auf den Nebelstein geflogen.

Flughelfer nahmen die Ladungen entgegen

Für diesen im Bezirk Gmünd nicht alltäglichen „alpinen“ Flugeinsatz zeichneten die Firmen Heli-Art aus Ludesch (Vorarlberg) in Kooperation mit der Firma Wucher aus Wels verantwortlich. Der Hubschrauber, es handelte sich um einen Eurocopter AS350B3+, wurde von Pilot Thomas Übleis geflogen. Als Flughelfer fungierten Rudolf Leitner und Jan Enting. „Die Flughelfer sind bei derartigen Einsätzen enorm wichtig. Als Pilot sieht man nicht, wo die Teile abgestellt werden sollen. Die Flughelfer sind da entscheidend und weisen ein“, betont Pilot Übleis. Die Piloten hätten nämlich nur begrenzt Sicht, sie sehen nur über die Spiegel oder das Bodenfenster das Areal, wohin die Teile gehören.

Die Eisenteile waren schwer, pro Flug konnte eine Last von maximal 1.000 Kilo mit dem Seil an den Hubschrauber angehängt werden. Ein Teil bereitete etwas Kopfzerbrechen, dieser wog 1.050 Kilo. Der „Probehub“ zeigte aber, dass auch dieses Teil problemlos auf den Nebelstein geflogen werden konnte. Die beiden Flughelfer sowie Herbert Tüchler und sein Mitarbeiter nahmen die Ladungen am Gipfel des Nebelsteines in Empfang und platzierten die Teile, die nun montiert werden, zwischen den Felsen.

Das Wetter in den frühen Morgenstunden des 6. Juli war für diesen Einsatz perfekt. Der Hubschrauber setzte sich gegen 7 Uhr erstmals in Bewegung. Innerhalb von nicht einmal zwei Stunden waren die zehn Flüge absolviert.

Diesen interessanten Einsatz verfolgten natürlich Bürgermeisterin Margit Göll, Gemeinderat Erwin Weber und Gemeindeamtsleiter Arthur Buchhöcker. „Das ist sicherlich ein historischer Tag für unsere Gemeinde“, war der einhellige Tenor.