Strengberg

Erstellt am 12. Juni 2018, 04:27

von Manfred Fritscher

Wasser nachts abgeschaltet: „Schwarze Schafe“ schuld. Weil in der Nacht teilweise 60.000 Liter pro Stunde entnommen wurden, wurde das Wasser ab 22 Uhr abgeschaltet.

Bürgermeister Roland Dietl hat persönlich das Wasser nachts abgeschaltet.  |  Manfred Fritscher

Es gibt immer wieder einige „schwarze Schafe“, die in Strengberg für einen „Wasseralarm“ sorgen. So auch in der vergangenen Woche, denn in den Aufzeichnungen konnte festgestellt werden, dass in den Nachtstunden vor dem letzten Netzausfall in einem bestimmten Bereich 60.000 Liter pro Stunde entnommen wurden. Das ist keine Kleinigkeit und hatte zur Folge, dass die Wasserversorgung Mitte der Woche in der Nacht eingestellt wurde.

„Es sind halt immer wieder Leute dabei, die glauben, dass sie das nichts anginge.“Bürgermeister Roland Dietl

„Seit unserem letzten Aufruf zum Wassersparen und zweimaliger Nachtabschaltung hat sich die Situation schlagartig gebessert“, sagt Bürgermeister Roland Dietl im Gespräch mit der NÖN und meint verärgert: „Es sind halt immer wieder Leute dabei, die glauben, dass sie das nichts anginge.“

Der Ortschef selbst kümmert sich jedenfalls mit vollem Einsatz um die klaglose Wasserversorgung. Da der zuständige Wasserwart gerade Urlaub macht, ist Dietl in dessen Rolle geschlüpft und hat persönlich die Abschaltung um 22 Uhr und die Einschaltung um 5 Uhr früh vorgenommen.

Tatsächlich ist bei „normalem“ Verbrauch genügend Wasser vorhanden. Trotzdem wird mit Hochdruck an der Realisierung des vierten Brunnens gearbeitet. Gleichzeitig müssen aber auch Alternativen wie die Reaktivierung von Regenwasserzisternen für Brauchwasserzwecke und andere Mögichkeiten sowie rigorose Maßnahmen gegen „schwarze Schafe“ angedacht werden.