Ein klares Ja zum Nahversorger. Auswertung der Fragebögen ergibt weiterhin den Wunsch eines Geschäfts im Ort. Man muss aber einen neuen Standort suchen.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 12. März 2019 (05:01)
Gemeinde
Die parteiübergreifende Arbeitsgruppe Nahversorger rund um Bürgermeiser Karl Josef Stegh (6.v.l.) und Vizebürgermeister Manfred Zeitlhofer (2.v.l.) freut sich über die guten Ergebnisse der Fragebogenaktion.

Im heurigen Sommer schließen die Bäckerei und das Kaufhaus Hochwallner in Behamberg die Pforten. Ein Nachfolger ist nicht vorhanden. Trotzdem möchte Bürgermeister Karl Josef Stegh seinen Bürgern weiterhin einen Nahversorger im Ort anbieten können. „Es ist wichtig, dass das Leben im Ort erhalten wird“, nennt er den Grund für seine Bemühungen.

„Wir haben zwei Monate an Planungszeit verloren und stehen wieder am Beginn.“Bürgermeister Karl Josef Stegh zu der Tatsache, dass man sich plötzlich nach einem neuen Standort umsehen muss 

Um auszuloten, ob ein neues Geschäft auch angenommen werde, initiierte eine parteiübergreifende Arbeitsgruppe unter der Leitung des Bürgermeisters Ende des Vorjahres eine Fragebogenaktion, an der alle Haushalte in Behamberg und Sträußl (Gemeinde Haidershofen) teilnehmen konnten. Nun liegen die Ergebnisse vor und sie sind für Stegh höchst erfreulich. 347 Fragebögen wurden abgegeben, was einer Rücklaufquote von 25 Prozent aller Haushalte entspricht. „Die Ergebnisse sind daher repräsentativ“, bestätigt der Bürgermeister.

Umfrageergebnisse sind repräsentativ

Für 88 Prozent der Umfrage teilnehmer ist ein Nahversorger im Ort sehr wichtig. 96 Prozent würden grundsätzlich im Ort einkaufen. Und auch die Summe, die die Teilnehmer zusammen laut Fragebogen bereit wären, im Jahr auszugeben, fiel sehr positiv aus. Zwischen 498.160 Euro als Mindestbetrag und knapp 1,04 Millionen Euro als Höchstbetrag spannt sich hier der Bogen.

„Natürlich ist das eine Umfrage, die unverbindlich ist. Man weiß nicht, ob wirklich das ausgegeben wird, was im Fragebogen angegeben wurde, aber bei Einnahmen von rund 500.000 Euro könnte ein Kaufmann schon leben“, erklärt Stegh. Und mit Nah & Frisch und Adeg wären sogar gleich zwei Handelsketten interessiert, einzusteigen.


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