Sportplatz-Projekt in den Startlöchern. Mit der Errichtung einer Abbiegespur zum künftigen Gelände starten die Arbeiten für die von Behamberg und Haidershofen finanzierte neue Sportanlage.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 25. Juni 2019 (06:05)
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Haidershofens Bürgermeister Manfred Schimpl und Behambergs Bürgermeister Karl Josef Stegh (von links) an der Stelle, wo die Abbiegespur für den künftigen Sportplatz errichtet wird. Diese Woche fahren dort, wo die Trasse noch mit Holzpflöcken abgesteckt ist, die Bagger auf.

Auf Sport wird in Behamberg und Haidershofen großer Wert gelegt. Deshalb nehmen die beiden Gemeinden gemeinsam ein Millionenprojekt in Angriff und errichten bis 2022 eine neue Sportanlage. Veranschlagt ist das gesamte Projekt mit insgesamt 4,36 Millionen Euro – inklusive Grundkauf und zu errichtender Abbiegespur. Das Land übernimmt ein Drittel der Gesamtkosten abzüglich des Grundkaufs.

In Behamberg wurden in der Gemeinderatssitzung in der Vorwoche nun die Rahmenbedingungen für das Großprojekt fixiert. Die Ergebnisse von zwei Sitzungen mit dem ASV Behamberg-Haidershofen wurden verschriftlicht und nun im Gemeinderat beschlossen. „Es wurde genau festgelegt, wer wofür zuständig ist und wer welche Leistungen zu erbringen hat“, erklärt Bürgermeister Karl Josef Stegh. So gibt es Vorgaben, welche Eigenleistungen und Ausgaben der Verein zu tragen hat.

Die Anrainer wurden auch miteinbezogen

Eine bedeutende Rolle spielte auch der Anrainerschutz. „Es war ein wichtiger Punkt, dass wir definieren, wie lange die Betriebszeiten sein dürfen und wie wir die Parkplatzsituation lösen, damit nicht alle Siedlungsstraßen verparkt sind“, betont Stegh. Auch eine Lärmschutzmauer und ein Sichtschutz waren bei den Besprechungen mit den Anrainern Thema. Festgelegt wurde auch die künftige Nutzung der Stockschützenhalle, die eine Mehrzweckhalle mit Mehrfachnutzung werden soll und beispielsweise auch der Feuerwehr zum Training zur Verfügung stehen soll. „Ein Kostenvolumen von 600.000 Euro nur für zwei Moarschaften wäre doch zu viel“, begründet Stegh diese Entscheidung.

Der offizielle Startschuss für das Gemeinschafts-Projekt fällt in diesen Tagen mit der Errichtung einer Abbiegespur an der L80 durch die Straßenmeisterei Haag. „Eine Zählung hat in dem Bereich 4.800 Fahrzeuge ergeben. Ohne Abbiegespur wären Staus vorprogrammiert“, sagt Stegh. Deshalb wird die Böschung um einige Meter versetzt und die Straße so verbreitert. Die reinen Materialkosten von rund 120.000 Euro haben die beiden Gemeinden zu übernehmen. Nach der Abbiegespur wird auch noch eine Zufahrt errichtet, um überhaupt auf das künftige Sportplatz-Gelände zu kommen.

Für die Bewässerung des Sportplatzes soll auch ein eigener Brunnen gebohrt werden. „Es wird vermutet, dass ausreichend Grundwasser vorhanden ist. Da die Betriebskosten beim Verein bleiben, ist Wasser für ihn natürlich ein großes Thema“, erklärt Stegh.