Noch keine Lösung. Die berufliche Zukunft der drei Tagesmütter, die wegen ihres NÖ Wohnsitzes in OÖ gekündigt wurden, ist weiterhin ungewiss.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 08. September 2014 (11:07)
NOEN, Ingrid Vogl
Vor zwei Monaten wurden Sigrid Seirlehner, Anita Pernsteiner und Karin Wallner von der Aktion Tagesmütter Oberösterreich ohne Vorwarnung gekündigt. Der Grund dafür: ihr Wohnsitz in Niederösterreich. Vor drei Wochen ging Bürgermeister Karl Stegh mit dem Schicksal seiner drei Gemeindebürgerinnen an die Öffentlichkeit. Viel bewirkt hat der öffentliche Aufschrei zum Leidwesen der drei Behambergerinnen aber nicht. „Es gibt keine Lösung. Die Entlassung ist definitiv“, erklärt Stegh.

„Es gehört eine Lösung her"

Einen Lösungsvorschlag hätte es von oberösterreichischer Seite zwar gegeben, dieser beseitige das Problem der drei Tagesmütter aber nicht, ergänzt der Ortschef. Die Behambergerinnen dürften nun zwar wieder oberösterreichische Kinder betreuen, aber nur zu den niederösterreichischen Bedingungen. Und die sind bekanntlich ja deutlich schlechter als die im Nachbarbundesland.

„Sie wären so nicht mehr angestellt. Es gehört eine Lösung her, die uns unsere Tagesmütter wieder bringt. Sonst machen nur noch starke Idealisten, denen das Geld egal ist, weiter“, drängt Stegh auf schnelles Handeln. Das wird auch dringend notwendig sein, will man die drei Tagesmütter nicht gänzlich verlieren. Sigrid Seirlehner hat zum Beispiel schon kapituliert und einen Schlussstrich unter ihre berufliche Tätigkeit als Tagesmutter gezogen, weiß Bürgermeister Stegh.

Ausbildung in OÖ wird in NÖ nicht anerkannt

Anita Pernsteiner darf in Niederösterreich ohnehin nicht arbeiten. „Sie hat ihre Ausbildung in Oberösterreich gemacht und die wird in Niederösterreich nicht anerkannt“, präzisiert Karl Stegh das Problem.

Lediglich Karin Wallner hat einen Ausweg, wenn auch einen finanziell riskanten, vor Augen. Sie überlegt, sich zusätzlich zum Haus in Behamberg eine Wohnung in Steyr zuzulegen, wo sie zukünftig die Kinder betreuen kann. Eine optimale Lösung des Grenzproblems sieht aber anders aus.