Täter war zweimal da. Ein bewaffneter Mann überfiel letzte Woche die Raika in Behamberg. Er wurde bereits in der Woche davor in der Bank gesichtet.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 11. August 2014 (11:47)
Die Raiffeisenkasse in Behamberg war am vergangenen Dienstag Schauplatz eines Banküberfalls. Der Täter, der einen Vollvisierhelm trug, war bereits in der Woche zuvor in der Bank, verließ sie damals aber noch unverrichteter Dinge.
NOEN, Ingrid Vogl

Wer mit einem Vollvisierhelm am Kopf eine Bank betritt, der fällt naturgemäß auf. So auch jener Mann, der vor zwei Wochen plötzlich in der Behamberger Raiffeisenkasse stand. Aufforderungen seitens der Angestellten, den Helm abzunehmen, fruchteten nicht. Der Mann drehte sich wortlos um und verließ die Bank unverrichteter Dinge.

„Die haben nichts mitgekriegt“

Letzten Dienstag um 11.35 Uhr kam er jedoch wieder – mit einer Faustfeuerwaffe in der Hand und bekleidet mit einer dunklen Motorradjacke sowie dem schon bekannten silbernen Vollvisierhelm. Sichtlich nervös, zwang er den Angestellten zur Herausgabe von Bargeld, das er in einem mitgebrachten Rucksack verstaute, bevor er die Bank nur wenig später wieder verließ.

„Das war eine ganz kurze Geschichte. Der Leiter war am WC, und als er zurückgekommen ist, war die Geschichte schon erledigt“, informierte sich Bürgermeister Karl Stegh über den ersten Banküberfall in Behamberg seit einigen Jahrzehnten. Dass da ein Bankräuber auf der Flucht ist, fiel außerhalb der Raika niemandem auf. Gemeindebedienstete mähten beim Kindergarten die Wiese, von wo aus man einen guten Blick auf die Bank hat. „Die haben nichts mitgekriegt“, betont der Bürgermeister.

Alarmfahndung blieb erfolglos

Der Täter, der in der Woche zuvor ein Wettbüro in Steyr überfallen haben soll, flüchtete in unbekannte Richtung. Eine Alarmfahndung in Nieder- und Oberösterreich blieb erfolglos. Beim Täter wird wegen der Aussprache von einem Österreicher ausgegangen. Aufgrund des Helms war er vom Bankangestellten, der einen Schock erlitt, jedoch nur schwer zu verstehen. Der Täter wird auf 18 bis 25 Jahre geschätzt, ist schlank und etwa 1,70 bis 1,80 Meter groß. Hinweise auf den Täter werden an das Landeskriminalamt NÖ unter der Telefonnummer 059 133 30 3333 erbeten.