Neue Wege bei Suche nach Haager Stadtamtsdirektor . Bei der Suche nach einem neuen Stadtamtsdirektor lässt man sich in Haag zum ersten Mal von einer Personalfirma beraten.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 15. April 2021 (06:01)
Gottfried Schwaiger (rechts) ging Ende des Jahres 2020 in Pension, sein Nachfolger Rudolf Mitter (links) folgt ihm Ende dieses Jahres in den Ruhestand. Deshalb ist der Posten des Stadtamtsdirektors seit dieser Woche neu ausgeschrieben. Foto: Vogl/Archiv
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Seitdem Lukas Michlmayr Bürgermeister ist, hat mehr als die Hälfte der Mitarbeiter am Gemeindeamt den wohlverdienten Ruhestand angetreten. Darunter Ende 2020 auch Stadtamtsdirektor Gottfried Schwaiger. Mit Rudolf Mitter war schnell ein Nachfolger gefunden. Es war aber klar, dass es sich dabei um keine Dauerlösung handeln kann, denn Mitter verabschiedet sich mit Ende des Jahres ebenfalls in die Pension. „Er ist 40 Jahre auf der Gemeinde, kennt sich aus und war eine gute Übergangslösung“, begründet Michlmayr die Entscheidung.

Dass es durch die vielen Pensionierungen viele neue Mitarbeiter am Gemeindeamt gibt, erschwert natürlich die Suche nach einem Nachfolger für den Stadtamtsdirektor. Deshalb geht man bei der Nachbesetzung einen neuen Weg. „Der Stadtrat hat beschlossen, dass wir uns von einer Personalfirma beraten lassen. Das haben wir in der Vergangenheit noch nie gehabt, aber wir sind eine Gemeinde mit einer Größe, bei der es in der heutigen Zeit schon wichtig ist, dass man den Prozess objektiv und transparent begleiten lässt“, erklärt Michlmayr.

So gehen die Bewerbungsunterlagen direkt an die Betriebsberatungsgesellschaft Trescon, die Sitze in Linz und St. Pölten hat und die die Kandidaten screenen wird. „Trescon ist im öffentlichen Sektor sehr stark. Deshalb haben wir uns dafür entschieden“, schildert der Bürgermeister.

Seit Montag ist die Stellenausschreibung auf der Gemeindehomepage veröffentlicht. Bewerbungen können bis 10. Mai abgegeben werden. „Wir wollen noch in der ersten Jahreshälfte einen Nachfolger haben, damit er oder sie sich noch gut einarbeiten kann“, umschreibt Michlmayr den weiteren Zeitplan.

Laut Ausschreibung erfolgt die Besetzung ab 1. Juli. Das Dienstverhältnis ist vorerst auf sechs Monate befristet und verlängert sich bei fachlicher Eignung durch einen Beschluss im Stadtrat oder Gemeinderat.