Weistrach

Erstellt am 10. Januar 2019, 05:52

von Hermann Knapp

Schnelles Internet in Weistrach: Der Ausbau läuft. Gemeinde investiert 2019 in Infrastruktur und arbeitet in Sachen Breitband mit A1 zusammen.

Bürgermeister Erwin Pittersberger.  |  Gemeinde

Auf rund fünf Millionen Euro beläuft sich der Budgetvoranschlag für das Jahr 2019, den der Gemeinderat vor Weihnachten beschlossen hat.

„Was uns ein wenig geschreckt hat, war der Aufwand für die Carl-Zeller-Musikschule“Bürgermeister Erwin Pittersberger

Ein großer Brocken bei den Ausgaben sind Straßenbau und Wasserbau mit rund 500.000 Euro. „Die Straße in der Pfarrsiedlung und im Sonnenfeld wollten wir eigentlich 2018 schon fertigstellen, aufgrund der guten Konjunktur hatten die Baufirmen aber keine freien Kapazitäten mehr, darum wird das nun heuer geschehen“, berichtet Bürgermeister Erwin Pittersberger. Geplant ist auch die Errichtung eines Radwegs um ausgehend vom Kreisverkehr eine Anbindung Richtung Plattenbeg zu schaffen.

„Was uns ein wenig geschreckt hat, war der Aufwand für die Carl-Zeller-Musikschule, der von 64.300 auf 89.900 Euro gestiegen ist. Offensichtlich müssen da aber Abfertigungsleistungen für Lehrer erbracht werden“, erklärt der Ortschef.

Für Krankenanstalten und Gesundheitswesen muss die Gemeinde 558.700 Euro beisteuern, die Sozialhilfeumlage beläuft sich 2019 auf 258.600 Euro. Erfreulich haben sich die Ertragsanteile entwickelt. 1,85 Millionen Euro fließen da in die Kasse. An Kommunalsteuer sind immerhin 270.000 Euro prognostiziert. Pittersberger warnt aber zur Vorsicht: „Ich glaube nicht, dass die wirtschaftliche Entwicklung ständig so weiter geht. Sie wird auch wieder einmal rückläufig sein.“

Sehr aktiv ist die Gemeinde in Sachen Breitbandinternet. Weistrach verlegt bei Tiefbauarbeiten natürlich Leerrohre, arbeitet aber vor allem mit dem Anbieter A1 zusammen.

A1 stellt ARUs bei Anthoferkapelle auf

„Wir haben erst kürzlich ausgehandelt, dass wir bei der Anthofer-Kapelle ARUs (Access Remote Units) bekommen. Damit können wir den Bereich Plattenberg künftig gut versorgen“, berichtet der Ortschef. In diesem grauen Kasten, in den ein Glasfaserkabel einmündet, steckt das schnelle Internet. Von dort wird es dann mit Kupferkabeln zu den Haushalten geführt.

Worüber man sich auch in Weistrach in den nächsten Jahren den Kopf zerbrechen muss, ist die Wasserversorgung im ländlichen Gebiet. Dort sind 2018 ja viele Hausbrunnen aufgeschnappt. „Ob wir da das gemeindeeigene Netz erweitern oder das in Form von Genossenschaften machen, wird sich zeigen“, sagt Pittersberger.