Keine Interessenten für Arzt-Praxis. Suche nach einem Allgemeinmediziner für Ennsdorf geht in die nächste Runde. Erste Frist endete ohne Bewerber.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 22. Januar 2019 (05:09)
pixabay.com

Die Suche nach einem Nachfolger für Allgemeinmedizinerin Bettina Wokatsch-Ratzberger, die Ennsdorf Ende März verlässt, war bisher noch nicht von Erfolg gekrönt. Am 14. Jänner endete die erste Bewerbungsfrist, beworben hat sich niemand. „Vielleicht war die Ausschreibung vor Weihnachten zu knapp und es meldet sich erst jetzt jemand“, hofft Bürgermeister Daniel Lachmayr auf Interessenten bis zum Ende der zweiten Frist am 14. Februar.

„Wir schauen, dass wir dem neuen Arzt oder der neuen Ärztin attraktive Möglichkeiten anbieten“, hat der Ortschef ein Ass im Ärmel. Wokatsch-Ratzbergers Nachfolger wird zwar noch in die bestehende Ordination übersiedeln, kann aber bei der Planung einer neuen mitreden.

Mitgestaltung als Erfolgsrezept?

„Die alte Ordination ist in Privatbesitz, das ist nicht die Zukunft. Für eine neue müssen wir aber darauf warten, bis die Räumlichkeiten im alten Bauhof frei sind. Das wird im Sommer sein, wenn der neue Bauhof fertig ist“, erläutert Lachmayr.

Direkte Konkurrenz im Kampf um einen neuen praktischen Arzt hat man aber mit der Nachbargemeinde St. Valentin. Die Kassenstelle von Martha Huber, die nun in Weistrach ordiniert, ist seit Oktober des Vorjahres vakant. „So viel ich weiß, gibt es keine Bewerber“, erklärt Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr.

Die Auslastung der vier Allgemeinmediziner in St. Valentin ist groß, problematisch ist aber vor allem der Wochenenddienst, denn die Dienste von Martha Huber werden nicht von Kollegen übernommen. „An diesem Wochenende ist niemand vor Ort“, so Suchan-Mayr.