Ernsthofen

Erstellt am 05. Februar 2019, 03:20

von Ingrid Vogl

Investition in die Zukunft: Umspannwerk wird erneuert. Austrian Power Grid steckt 50 Millionen Euro in die Erneuerung des Umspannwerks Ernsthofen und sichert so Stromversorgung für den Westen Niederösterreichs.

Das Umspannwerk Ernsthofen von oben: Auf einer Fläche von rund zweieinhalb Fußballfeldern wird die gesamte 110-kV-Schaltanlage abgebaut und vollkommen neu errichtet. Insgesamt werden 50 Millionen Euro in die Modernisierung der regionalen Strominfrastruktur investiert.  |  APG

50 Millionen Euro lässt sich der Strommnetzbetreiber Austrian Power Grid (APG) die Modernisierung der Strominfrastruktur kosten, um die Stromversorgung im Großraum Linz und Steyr, im Westen Niederösterreichs mit Amstetten sowie im Enns-Donauwinkel langfristig zu sichern. Am vergangenen Mittwoch lud APG mehr als hundert Gäste – darunter Baufirmen, Mitarbeiter, Anrainer und Mitglieder des Gemeinderats – zur Gleichenfeier ins Umspannwerk Ernsthofen, um den Baufortschritt des fünfjährigen Modernisierungsprojekts zu feiern.

„Kern des 50 Millionen-Investitionsprogramms ist die Erneuerung der knapp 80 Jahre alten 110-kV-Anlage, die den gestiegenen Anforderungen an die Stromversorgung langfristig nicht mehr gerecht wird“, erklärte APG-Projektleiter Jürgen Pilgerstorfer zu Beginn der Veranstaltung. Mit der Fertigstellung des neuen zweistöckigen Gebäudes für die geplante 110-kV-gasisolierte Schaltanlage wurde ein wesentlicher Erweiterungs- und Modernisierungsmeilenstein bereits abgeschlossen.

„Die topmoderne GIS-Anlage, die heuer im Herbst geliefert wird, ist platzsparend, besonders wartungsarm und erfüllt höchste technische Standards. Damit sind wir für die Stromversorgung in den kommenden Jahrzehnten bestens gewappnet“, betonte Wolfgang Plössnig, der seit über 30 Jahren APG-Betriebskoordinator ist, bei einer Führung auf dem Umspannwerksgelände.

Geschäftsführender Gemeinderat Manfred Gassner, kaufmännischer Vorstand der APG, Thomas Karall, Bürgermeister Karl Huber, APG-Technikvorstand Gerhard Christiner und geschäftsführender Gemeinderat Johann Schaurhofer (von links) bei der Gleichenfeier.  |  APG

Die Größenordnung des Projekts ist beeindruckend. So wird auf einer Fläche von rund zweieinhalb Fußballfeldern die gesamte 110-kV-Schaltanlage abgebaut und vollkommen neu errichtet. Auf dem elf Hektar großen Areal des Ernsthofner Umspannwerks, das der Größe von 14 Fußballfeldern entspricht, werden rund 125 Kilometer Steuerkabel verlegt, was in etwa der Strecke von Ernsthofen nach Wien entspricht. Außerdem werden vier Kilometer Aluminiumrohre verbaut, 356 Tonnen Stahlbau montiert und insgesamt 620 Tonnen Hochspannungsgeräte und Stahlbau entsorgt. Die Fertigstellung des gesamten Umbaus dauert noch bis September 2022.

„Es ist wichtig, dass viel in die Stromsicherheit investiert wird. Optisch wird sich ja nicht viel ändern“, ist Bürgermeister Karl Huber stolz auf das Großprojekt, das die Gemeinde Ernsthofen als Baubehörde verantwortet. „Es ist ein Mitleben mit dem Unternehmen und dem Prozess“, freut sich der Ortschef, dass die APG stets intensiven Kontakt zur Gemeinde und den Bürgern pflegt.