Ex-Teamchef als Motivator. Trainingscamp / 60 begeisterte Kinder im Alter zwischen sechs und 15 Jahren absolvierten in Ernsthofen ein einwöchiges Fußballcamp mit dem ehemaligen Teamchef Dietmar Constantini.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 21. Juli 2014 (12:20)
NOEN, Ingrid Vogl
Der Meister und seine Schützlinge: 60 Kinder im Alter zwischen sechs und 15 Jahren trainierten letzte Woche in Ernsthofen mit Ex-Teamchef Dietmar Constantini und waren mit Feuereifer bei der Sache.
Einmal im Nationalteam spielen. Das ist der große Traum vieler Fußball spielender Buben. Ein Traum, der sich aber nur für sehr wenige erfüllt. Einmal mit einem Teamchef trainieren, wenn auch „nur“ mit einem ehemaligen, das wurde hingegen letzte Woche für 60 Kinder und Jugendliche – darunter ein Mädchen – Realität.

Ex-Teamchef Didi Constantini machte mit seinem Fußballcamp bereits zum 14. Mal in Ernsthofen Station. „Es war immer eines der schönsten Camps und die Gastgeber machen alles, damit es uns gut geht. Einfach perfekt“, streut der Tiroler den Ernsthofnern Rosen. Ein Kompliment, das diese schnurstracks zurückgeben.

"Er ist ein zugänglicher Typ und bei den Kindern total beliebt"

„Er ist ein zugänglicher Typ und bei den Kindern total beliebt. In der Mittagspause etwa sitzt er mitten unter den Kindern und isst dasselbe wie sie“, erklärt Gerhard Gaßner, der Obmann des SC Ernsthofen, warum das Camp mit dem ehemaligen Teamchef Jahr für Jahr so großen Anklang findet bei den Nachwuchskickern aus der Region.

Egal, ob Morgengymnastik, Essen, Fußballtraining oder Freizeitgestaltung – Constantini ist mit dabei. „Er ist immer am Platz, immer präsent. Das ist der große Unterschied zu anderen, die für derartige Camps nur ihren Namen hergeben“, weiß Gaßner. Dass die Qualität stimmt, ist mit ein Grund, warum viele freiwillige Helfer des Vereins dafür sorgen, dass es den Teilnehmern an nichts fehlt.

„Manche unserer Helfer nehmen sich für die Woche sogar Urlaub“, betont der Obmann, in dessen Vereinskantine die hungrigen Sportler verköstigt werden.

Dass das Training mit dem ehemaligen Teamchef und seinem bestens ausgebildeten Trainerstab die Jugendlichen aus dem eigenen Verein weiterbringt, davon ist Obmann Gerhard Gaßner überzeugt. Schließlich haben auch schon einige Campteilnehmer später den Sprung ins Nationalteam geschafft. Mit dem derzeit verletzten Bundesligaspieler Mario Reiter auch ein Ernsthofner. Er wurde 2010 für das Länderspiel gegen Dänemark einberufen.