Jugendliche nach Sprayattacken ausgeforscht. Sprayattacken in Haidershofen und Behamberg gehen auf die Kappe von drei Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren. Sie wurden angezeigt.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 09. Juli 2019 (05:54)
privat
Ein Ziel der Sprayattacken war die Kapelle, die erst vor einem Jahr ins Ortszentrum versetzt worden war. Darauf sprühten die Täter das polizeifeindliche Kürzel „acab“, das für „All cops are bastards“ steht. privat

Vorerst unbekannte Täter begingen im Zeitraum vom 22. März bis 9. Juni mehrere, teils schwere Sachbeschädigungen in den Gemeindegebieten von Haidershofen und Behamberg. Dabei wurden mehrere Objekte mittels Farbsprays besprüht, wodurch eine Gesamtschadenssumme von rund 7.000 Euro entstand. Die Täter wurden nun ausgeforscht.

Spur der Verwüstung gezogen

Zuletzt hatten die Sprayer zu Pfingsten eine Spur der Verwüstung durch das Ortszentrum von Haidershofen gezogen. Ziel der Sprayattacken war etwa jene Kapelle, die vor gut einem Jahr unter erheblichem Aufwand mit einem Spezialkran von der Ortseinfahrt in das Ortszentrum versetzt worden war.

Weitere Ziele waren ein Hydrant, der gerade erst von Mädchen der Neuen Mittelschule im Zuge eines Kreativprojekts bemalt worden war, Bänke entlang des Fußballplatzes der Mittelschule und die Abfallcontainer hinter dem Pfarrstadl. Da die Container dort doch etwas versteckt stehen, vermutete Bürgermeister Manfred Schimpl schon damals ortskundige Täter hinter der Aktion. Und er sollte recht behalten.

Bediensteten der Polizeiinspektion Haidershofen ist es nun gelungen, drei Jugendliche im Alter zwischen 14 und 16 Jahren als Täter auszuforschen. Es handelt sich dabei um einen Burschen, der bereits im März angezeigt worden war, weil er einen Mitschüler verletzt und ihn mit einem Messer bedroht hatte, sowie um seinen Freund und dessen Freundin. Die drei zeigten sich bei ihren Einvernahmen geständig und wurden bei der Staatsanwaltschaft St. Pölten angezeigt.