Haidershofen

Erstellt am 15. Januar 2019, 05:43

von Ingrid Vogl

Hochwasser riss Biberdämme weg. Bescheid zur Entfernung der Dämme liegt seit Ende Dezember vor, wurde durch den Starkregen aber vorerst hinfällig.

 |  privat

Im Spätsommer des Vorjahres entdeckten Biber das Naturparadies Erlabach für sich und errichteten zwischen Vestenthal und Samendorf auf einer Länge von rund einem Kilometer sechs Dämme. Der größte davon war eineinhalb Meter hoch. Das ließ bei Bürgermeister Manfred Schimpl die Alarmglocken schrillen, denn die Erla ist in Hochwasserzeiten besonders gefürchtet und sorgt regelmäßig für Überflutungen. „Es ist Gefahr in Verzug“, betonte der Ortschef damals und suchte beim Land um Entfernung der Dämme an.

Bürgermeister Manfred Schimpl ist froh, dass sich das Problem mit den Dämmen von selbst gelöst hat.  |  Gemeinde

Ein Gutachten des Landes bestätigte die Gefahr durch die Biberdämme und seit Ende Dezember liegt nun auch der Bescheid der Naturschutzabteilung des Landes vor. „Es ist nun rechtskräftig, dass wir die Dämme wegräumen dürfen“, erklärt der Bürgermeister, dass man eine naturschutzbehördliche Ausnahmegenehmigung bekommen habe, die mit 31. März 2020 befristet ist. Außerdem seien sämtliche Eingriffe aus Gründen des Tierschutzes während der Aufzuchtszeiten des Bibers zwischen 1. April und 1. September nicht erlaubt.

Biber dürften noch da sein

Eine Auflage, die für die Gemeinde vorerst keine Rolle spielt. „Der Herrgott hatte ein Einsehen. Die Natur hat das Problem entsorgt“, schildert Bürgermeister Manfred Schimpl. Starkregen rund um Silvester habe für ein Hochwasser bei der Erla gesorgt, wodurch fünf der sechs Dämme weggerissen wurden. „Die niedrigeren Dämme sind weg. Vom größten ist nur noch ein Drittel da. Der ist jetzt nur noch einen halben Meter hoch“, erklärt Schimpl.

Ende Oktober 2018  |  privat

Ob man die Sondergenehmigung künftig noch nutzen wird, ist momentan ungewiss. „Die Biber dürften noch da sein. Wir werden die Situation genau beobachten und wenn sie die Dämme wieder aufbauen, werden wir sie wegräumen. Derzeit ist der verbliebene Damm aber kein großes Problem“, stellt Schimpl klar.