Heizöl lief aus Schiff in Ennskanal und Donau. Ein im Ennskanal vertäutes Schiff geriet am 30. Mai gegen 13.55 Uhr in Schräglage, wodurch der gesamt Bug geflutet wurde. Das etwa 30 Tonnen schwere und 18 Meter lange Schiff saß in der Folge am Grund auf. Die im Bug befindlichen Tanks liefen aus und Treibstoff floss in den Ennskanal und in der Folge auch in die Donau.

Von Red. Amstetten. Erstellt am 01. Juni 2020 (15:47)

Bei dem Treibstoff handelte es nicht um Dieselkraftstoff sondern um Heizöl. Die Feuerwehr errichtete Ölsperren. Diese wurden gegen 20.10 Uhr von der Polizei St. Valentin kontrolliert.

Dabei stellten die Beamten fest, dass aufgrund des gesunkenen Wasserstandes die Ölsperren im Uferbereich nicht mehr auflagen und aus diesem Grund durch ein etwa ein Meter langes "Loch" Öl austrat. Auch im Bereich der Boje, wo die beiden Ölsperren miteinander verbunden waren, trat Öl aus. 

Der Landessachverständige alarmierte die Feuerwehr St. Pantaleon und beauftragte sie, weitere selbstsaugende Ölsperren anzubringen. Der Ölaustritt konnte dadurch reduziert, aber nicht vollständig unterbunden werden. 

Der Besitzer des Schiffs gab gegenüber der Behörde an, dass er bereits eine Spezialfirma mit der Entfernen der Verunreinigungen beauftragt habe und die ab 31. Mai tätig werde. Die Polizei wurde beauftragt, das zu kontrollieren.

Aufgrund der Umweltbeeinträchtigung wurde eine Anzeige bei der BH Amstetten und der Staatsanwaltschaft St. Pölten erstattet. Wegen der Verwendung von Heizöl anstelle von Diesel als Treibstoff, besteht der Verdacht einer Steuerhinterziehung. Es wurde daher auch die Finanzpolizei verständigt.