Haidershofen: Biber werden im Erlabach zur Plage. Biber sind im Erlabach weiter sehr aktiv. Die Dämme müssen mittlerweile alle paar Wochen entfernt werden.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 04. Dezember 2019 (05:28)
Die letzten vier Biberdämme wurden Anfang November entsorgt. Bis zum Wochenende hatten die Biber aber schon wieder fleißig gearbeitet und erneut zwei Dämme an kritischen Stellen gebaut.
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Im Spätsommer des Vorjahres entdeckten Biber das Naturparadies Erlabach für sich und errichteten zwischen Vestenthal und Samendorf auf einer Länge von rund einem Kilometer sechs Dämme.

„Auf Dauer geht das so nicht weiter“

Da die Erla in Hochwasserzeiten gefürchtet ist und regelmäßig für Überflutungen sorgt, suchte Bürgermeister Manfred Schimpl beim Land um Entfernung der Dämme an. Ende Dezember erhielt er den Bescheid der Naturschutzabteilung des Landes, der Haidershofen bis Ende März 2020 eine naturschutzbehördliche Ausnahmegenehmigung beschert. „Es ist nun rechtskräftig, dass wir die Dämme wegräumen dürfen“, erklärte Schimpl damals.

Das Entfernen der Dämme wird nun aber schön langsam zur Dauerbeschäftigung. Anfang November wurden vier Dämme entfernt, zwei Wochen später waren bereits die nächsten da.

„Auf Dauer geht das so nicht weiter. Wir können ja nicht alle drei Wochen Dämme entfernen. Das ist ja schon auch ein ziemlicher Aufwand“, hat Schimpl wenig Freude mit der enormen Bauaktivität der Biber. Nicht zu unterschätzen ist auch die Hochwassergefahr durch die Biberdämme. Am Wochenende fehlte etwa nicht mehr viel, dass der Geh- und Radweg nach Samendorf unter Wasser steht.

„Wenn das Entfernen der Dämme zur Sisyphusarbeit wird, dann müssen wir uns etwas überlegen“, stellt der Ortschef nun klar. Man werde wohl das Land NÖ ersuchen müssen, sich die Situation noch einmal genau anzusehen. Eine mögliche Lösung des Problems wäre, die Biber zu fangen und vom Erlabach wegzubringen.