St. Valentin legt sich für Umfahrung quer. Mit quergelegten Autos, Ortstafeln und diversen anderen Gegenständen möchte die Gemeinde den Bau der geplanten Umfahrungsstraße vorantreiben.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 03. Dezember 2019 (04:58)
Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr und Verkehrsstadtrat Thomas Hagmüller präsentierten am vergangenen Montag die Kampagne „Valentin legt sich quer“, mit der die Gemeinde auf die dringend notwendige Umfahrungsstraße für Langenhart und Herzograd hinweisen möchte und deren sofortigen Bau fordert.
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Dass St. Valentin ein gravierendes Verkehrsproblem hat und eine Umfahrungsstraße für die Ortsteile Langenhart und Herzograd dringend notwendig ist, ist kein großes Geheimnis. Neueste Messungen haben nun ergeben, dass in diesem Bereich bis zu 11.000 Fahrzeuge pro Tag – darunter sehr viel Schwerverkehr – mitten durch die Stadt fahren.

Vorbei an Schulkindern und Radfahrern und sehr zum Leidwesen der betroffenen Anrainer. „Der Verkehr nimmt ständig zu. Diese Situation ist unzumutbar und gefährlich“, beklagt Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr.

„Es soll ganz St. Valentin an einem Strang ziehen“

In ihrer Funktion als Landtagsabgeordnete versuchte sie, mittels Initiativen und Anträgen eine Erleichterung für die rund 4.500 Bürger in den beiden Ortsteilen zu erreichen. Ohne Erfolg, denn der Resolutionsantrag blieb ohne Mehrheit. Daher suchte man einen anderen Weg, um auf die Verkehrsproblematik aufmerksam zu machen. Das Ergebnis dieser Suche ist die Kampagne „Valentin legt sich quer“.

In den nächsten Monaten werden nun Autos, Ortstafeln sowie diverse andere Gegenstände und auch Menschen quergelegt. Die Gemeinde koordiniert die Aktionen, erhofft sich aber eine Dynamik, dass die Bürger von sich aus aktiv werden. „Es soll ganz St. Valentin an einem Strang ziehen. Wir wollen mit der Aktion zeigen: Wir beißen uns jetzt fest. Wir lassen da nicht mehr locker. Und wir haben einen langen Atem“, betont Verkehrsstadtrat Thomas Hagmüller.

Für die nächsten Wochen gibt es bereits einen Aktionsplan. Was genau passieren wird, möchte man aber noch nicht verraten, erklärte die Bürgermeisterin bei der Präsentation der Kampagne in der Herzograder Kurve. Anklang findet diese bei der Bürgerinitiative, die von Anrainern der Steyrer Straße und Werkstraße vor über einem Jahr gegründet wurde. „Mir gefällt das. Die Leute müssen draufkommen, dass ganz St. Valentin betroffen ist und nicht nur die Herzograder“, erklärt Sprecher Alfred Hinterndorfer.

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