Kritik, die nicht allen schmeckt. Über einen Protestspaziergang und dessen Begleiterscheinungen.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 14. April 2021 (05:04)

Der geplante vierspurige Ausbau der Umfahrung Pyburg-Windpassing als Anbindung für die neue Mauthausner Donaubrücke ist weiterhin umstritten. In Ennsdorf will man alle rechtlichen Mittel nutzen, um diese Trasse zu verhindern. Welche Auswirkungen die sogenannte Variante 12 etwa auf die Pyburger Au hat, darüber informierte die Bürgerplattform Pro Ennsdorf-Windpassing am Samstag bei einem Protestspaziergang.

Dass die Ennsdorfer mit einer zusätzlichen Verkehrsbelastung keine Freude haben und Gegenargumente gegen die geplante Trasse vorbringen, ist ihr gutes Recht. Dass die Aussagen und Aktionen der Bürgerplattform nicht bei allen auf Gegenliebe stoßen, ist auch klar und ebenso legitim. Anonyme Briefe zu verschicken und die Plakate der Plattform umzureißen oder zu überkleben, ist aber nicht unbedingt die intelligenteste Art, dieses Missfallen kundzutun. Und mit derart niveaulosen Botschaften disqualifizieren sich die Schreiber ohnehin von selbst.