Ochsner baut Werk in Haag aus. Das Wärmepumpen-Unternehmen errichtet bis Mitte 2021 um fünf Millionen Euro eine dritte Halle. 2022/23 wird dann auch noch das Bürogebäude am Standort erweitert.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 21. Januar 2020 (05:12)
Bürgermeister Lukas Michlmayr (rechts) freut sich, ein florierendes Unternehmen wie die Ochsner Wärmepumpen GmbH in der Gemeinde zu haben. Unternehmer Karl Ochsner (links) investiert fünf Millionen Euro in die Erweiterung des Haager Werks.
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Die Ochsner Wärmepumpen GmbH mit Firmensitz in Haag hat sich den Ruf als weltweiter Technologieführer in der Wärmepumpenbranche erarbeitet. „In den letzten fünf Jahren sind wir über 50 Prozent gewachsen und wir haben eine Exportquote von über 70 Prozent“, erklärt Eigentümer Karl Ochsner. Deutschland, Schweiz, Frankreich, England und Osteuropa sind die derzeitigen Hauptmärkte. „Der am stärksten wachsende Markt ist aber momentan China“, weiß Ochsner. Kein Wunder also, dass das bisherige Werk für die notwendigen Stückzahlen nicht mehr ausreicht. Daher investiert das Unternehmen fünf Millionen Euro in den Ausbau.

Unternehmen stellt auf Automatisierung um

„Wir errichten eine dritte Halle, in der zwei Fließbandlinien entstehen werden. Eine Fließbandlinie alleine kostet eine Million Euro, daher ist die Investition so groß“, verrät Ochsner. Der Spatenstich wird bereits Ende März/Anfang April über die Bühne gehen. Fertig sein soll die Halle dann Mitte 2021. Durch dieses Investment und die Optimierung der Abläufe werden sowohl Produktionskosten gesenkt als auch die Produktionskapazitäten verdoppelt. Jetzt erzeugt Ochsner 10.000 Wärmepumpen pro Jahr, aufgrund des Automatisierungskonzepts in der neuen Halle werden es künftig 20.000 sein.

Handlungsbedarf gibt es aber nicht nur bei den Produktionshallen, sondern auch beim Bürogebäude, das ebenfalls bereits zu klein geworden ist. „Wir haben uns jetzt im Gewerbegebiet eingemietet. Wenn die Halle fertig ist, werden wir dann 2022/23 den Ausbau des Bürogebäudes angehen. Da wird auch noch einmal ein Millionenbetrag notwendig werden“, betont Karl Ochsner.

Dass ein weltweit erfolgreiches Unternehmen langfristig auf den Standort Haag setzt, freut Bürgermeister Lukas Michlmayr natürlich ganz besonders. „Mit über hundert Arbeitsplätzen ist die Firma Ochsner unser größter Betrieb. Dass dieser in Haag investiert und damit Arbeitsplätze schafft, ist für uns als Gemeinde höchst erfreulich“, erklärt der Stadtchef, der sich in den nächsten Jahren vor allem auch aufgrund der derzeitigen Klimathematik eine Steigerung des Absatzes von Wärmepumpen erwartet.

Warum das Unternehmen in Haag bleibt und dort ausbaut, begründet Karl Ochsner vor allem mit der Unterstützung der Gemeinde und der guten Zusammenarbeit mit den Gemeindeverantwortlichen. „Der Bürgermeister hat persönlich einen erheblichen Beitrag dazu geleistet. Er hat uns keine unnötigen Steine in den Weg gelegt und die notwendigen Verfahren in einem vernünftigen Zeithorizont behandelt“, stellt Ochsner fest.