Enns-Donau-Radroute: Radler haben freie Wahl. Bei der Enns-Donau-Radroute entscheidet der Radfahrer, ob er auf nieder- oder oberösterreichischer Seite fahren will. Zehn Brücken bieten die Möglichkeit zum Wechseln.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 06. August 2020 (04:30)
Noch wird fleißig an der Broschüre für den Enns-Donau-Radweg gearbeitet. Das Titelbild, das einen ersten Vorgeschmack auf die Route gibt, ist jedoch schon fertig.
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17 Gemeinden und drei Tourismusverbände aus zwei Bundesländern arbeiten derzeit an einer gemeinsamen Radroute. Insgesamt 95 Kilometer wird die Enns-Donau-Radroute lang sein und sie wird über zehn Brücken führen, die es den Radfahrern erlauben, entweder auf nieder- oder oberösterreichischer Seite entlang der beiden Flüsse zu fahren. Daher kommt auch die Bezeichnung „über-drüber Flusspartie“ erklärt Behambergs Bürgermeister Karl Josef Stegh, der Obmann der Kleinregion Mostviertel Ursprung, durch die die Radroute in Niederösterreich führt. „Die Radfahrer können zwischen den einzelnen Ufern hin- und herspringen. Welche Seite sie wählen, bleibt ihnen überlassen. So kann man immer wieder unterschiedliche Strecken fahren“, schildert Stegh die Besonderheit der Route.

Zwischen Nieder- und Oberösterreich wählen

Ausgangspunkt der Enns-Donau-Radroute ist der Ramingbach in Behamberg. Von dort geht es entlang der Enns und der Donau bis nach Wallsee und danach über Strengberg und Haag wieder zurück zum Ramingbach. Die Route wurde bereits genau vermessen und die Höhenprofile erstellt. Derzeit arbeitet man an einer Broschüre, in der neben den Details zur Route auch die beteiligten Gemeinden und ihre Freizeitangebote genau vorgestellt werden. Diese soll noch im Sommer oder im Herbst fertiggestellt werden. Im Herbst oder spätestens im Frühjahr des nächsten Jahres will man dann das gesamte Projekt samt Beschilderung der Route abgeschlossen haben. „Wir wollen die Route möglichst schnell umsetzen. In Steyr, das ja Teil des Projekts ist, findet nächstes Jahr die Landesausstellung statt. Da wollen wir fertig sein“, informiert Stegh.

In der Kleinregion widmet man sich derzeit aber nicht nur dem touristischen Aspekt des Radfahrens, sondern nimmt auch den Alltagsverkehr unter die Lupe. Gemeinsam mit dem Land will man die Situation in den Gemeinden durchleuchten und eruieren, wo etwa zwischen den Gemeinden noch ein Verbindungsstück fehlt. So wünscht sich Ennsdorfs Bürgermeister Daniel Lachmayr eine sichere Verbindung zur Park & Ride-Anlage in St. Valentin.