Nächster Anlauf für das Großprojekt in St. Pantaleon-Erla

Erstellt am 25. Jänner 2023 | 05:23
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Bürgermeister Roman Kosta präsentierte beim Neujahrsempfang die Vorhaben für 2023. Mit dem Multivereinshaus widmet man sich auch einem bereits im Jahr 2018 angedachten Großprojekt.

Zwei Jahre musste der Neujahrsempfang Corona-bedingt ausfallen. Am vergangenen Mittwoch konnte er nun wieder stattfinden und das mit einem mittlerweile neuen Bürgermeister und an einem neuen Schauplatz. Hatte Bürgermeister Rudolf Divinzenz immer zum Empfang in den Saal der Musikschule geladen, so blickte sein Nachfolger Roman Kosta im Turnsaal der Volksschule auf das abgelaufene Jahr zurück. Musikalisch umrahmt wurde der Empfang vom Erlinger Fünferblech, einem Ensemble des Musikvereins Erla.

Ein für viele unerwartetes Ereignis war 2022 der Rücktritt von Bürgermeister Rudolf Divinzenz, der sich nach 22 Jahren aus der Gemeindepolitik zurückzog. „Danke Rudi, was du alles geleistet hast“, bedankte sich Roman Kosta bei seinem Vorgänger und betonte, dass die Übergabe reibungslos funktioniert habe. „Es hat keinen einzigen gegeben, der mich nicht unterstützt hat“, galt sein Dank auch den Mitarbeitern am Gemeindeamt.

Glasfaserausbau um sechs Millionen Euro

Ein Thema, das die Gemeinde im Vorjahr beschäftigte und auch noch nicht ausgestanden ist, ist das Thema Jetski. Die Bewilligung an einen OÖ Verein gilt zwar nur bis 1. September 2022, aber es gibt bereits einen Neuantrag, informierte der Ortschef über den Status Quo. „Wir haben zur Anzeige gebracht, dass sie gegen alle Auflagen verstoßen haben. Dieses Thema wollen wir weghaben“, gab sich Kosta kämpferisch.

Er informierte auch über den Glasfaserausbau, der im September 2022 startete. Bei einem Investitionsvolumen von rund sechs Millionen Euro werden 900 Liegenschaften mit schnellem Internet versorgt. Die Fertigstellung des Großprojekts ist bis Ende 2023 geplant.

Multivereinshaus und neue Arztpraxis im Mittelpunkt

Abgeschlossen ist auch die Sanierung des Gemeindeamts, wo unter anderem der kleine Sitzungssaal und die Innentüren umgestaltet wurden. Außerdem tauschten Bürgermeister und Amtsleiter ihre Büros. Attraktiviert wurden auch die Spielplätze in Erla und in der Fliederstraße. Das Projekt Spielplatz Weingarten folgt dann im heurigen Jahr. „Das ist ein Herzensprojekt von mir“, betonte Kosta, dass man 71.400 Euro in das Projekt stecke.

Für das Jahr 2023 hat man sich gleich einige Großprojekte vorgenommen. So wird im Laufe des Jahres eine dringend notwendige neue Arztpraxis errichtet. Möglich geworden ist dies deshalb, weil die Ordination nicht wie ursprünglich geplant in Kombination mit einem Nahversorger errichtet wird, sondern von diesem entkoppelt wird. Der Mietzuschuss der Gemeinde wird 1.196 Euro monatlich betragen. Außerdem ist eine Förderung der Einrichtung bis maximal 55.000 Euro vorgesehen. Im ersten Stock des Gebäudes entstehen noch fünf Wohneinheiten.

Das mit Abstand größte Projekt, das man im heurigen Jahr angehen möchte, ist das Multivereinshaus. Ein Projekt, das den Gemeinderat bereits im Jahr 2018 beschäftigte und eine neue Heimat für Feuerwehr, Schuhplattler, Musikverein, Gemeinde und eventuell auch den Theaterverein werden soll. „Die Rutsche ist gelegt. Das Land sieht den Bedarf und erachtet das Projekt als förderungswürdig. Jetzt liegt es an uns, wie wir es umsetzen“, erklärte Bürgermeister Kosta. Das Investitionsvolumen würde sich bei diesem Großprojekt auf rund 5,9 Millionen Euro belaufen. „Das schaffen wir nur gemeinsam mit dem Land“, gab Kosta zu bedenken. Gespräche mit den Vereinen habe es schon gegeben, nun folgt ein Termin mit den Fraktionen. „Es ist eine Riesenchance für St. Pantaleon, dass wir da etwas entwickeln“, stellte der Ortschef klar.

Abgeschlossen wurde der offizielle Teil des Neujahrsempfangs mit Ehrungen für ehemalige Gemeinderatsmitglieder. Vor den Vorhang geholt wurden hier Karl Geiblinger, Gerhard Haider, Willibald Barth und Altbürgermeister Rudolf Divinzenz.

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