Vorläufiges Aus für Haager Autobahnraststätte. Niederlassung in Haag wurde geschlossen. Bürgermeister Michlmayr bot den 20 Mitarbeitern Unterstützung an.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 19. Februar 2019 (06:06)
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Die Rosenberger-Autobahnraststätte in Haag ist seit Mitte letzter Woche geschlossen. Das gesamte Gelände rund um das Restaurantgebäude ist seither abgesperrt.

Am vergangenen Dienstag setzte es für die 20 Mitarbeiter der Autobahnraststätte in Haag eine Hiobsbotschaft. Das Restaurant der insolventen Raststättenbetreiber Rosenberger wird stillgelegt und die Beschäftigten verlieren mit sofortiger Wirkung ihre Jobs.

„Ich verstehe die Entscheidung nicht“

Nach der Niederlassung in Ampass (Tirol) ist die Haager Raststätte die zweite der 17 Niederlassungen in ganz Österreich, die aufgrund der Insolvenz ihre Pforten schließen muss. Das Restaurant in Haag werde allerdings aus wirtschaftlichen Gründen nur vorübergehend geschlossen, teilte Masseverwalter Christian Lind mit. Es ist geplant, den Standort nach einem Umbau und Renovierungsarbeiten wieder zu eröffnen. „Das ist aber Sache derer, die Rosenberger übernehmen“, betont Lind.

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Dieses schlichte Schreiben im Eingangsbereich weist auf die Schließung der Raststätte hin.

Denn trotz des überraschenden Eigentümerwechsels Anfang Februar läuft die Suche nach einem Investor weiter. Es gebe zwei ganz konkrete Interessenten, mit denen weitere Gespräche geführt würden, erklärte Lind. Nach Einschätzungen des KSV1870 wird sich jedoch „erst knapp vor der Sanierungsplantagsatzung konkret beurteilen lassen, ob die geplanten Sanierungsmaßnahmen im Wege eine Share-Deals mit Hilfe eines Investors und Unterstützung der Eigentümer umgesetzt werden können“, betonten die Kreditschützer. Die Sanierungsplantagsatzung ist für den 12. März angesetzt. Da wird die Entscheidung über das weitere Schicksal des Unternehmens fallen.

Um die Mitarbeiter, die von heute auf morgen ohne Job dastanden, kümmert sich die Arbeiterkammer und auch Bürgermeister Lukas Michlmayr, der von der Schließung erst aus den Medien erfuhr, bot sich als Vermittler an. „Man muss eine Überbrückungshilfe für die Mitarbeiter schaffen. Wir werden ihnen helfen“, verkündete der Stadtchef. Er setzte sich mit den Haager Gastronomen in Verbindung, um den einen oder anderen Rosenberger-Mitarbeiter hier vorübergehend unterzubringen.

„Ich verstehe die Entscheidung nicht. Der Standort hat durchaus seine Berechtigung. Ich werde mich dafür einsetzen, dass er erhalten bleibt. Dass das ein Parkplatz wird, kann nicht sein“, hofft Michlmayr auf eine Wiedereröffnung der Raststätte.

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