Lou Asril: Ein Leben für die Musik. Als „Lou Asril“ versucht ein 19-jähriger Sänger aus dem Bezirk Amstetten mit seinem Debüt frischen Wind in die Welt des Soul zu bringen. Er erhielt bereits den „Joe Zawinul Award“.

Von Stephanie Turner. Erstellt am 29. September 2019 (04:34)
Ink Music/Tim Cavadini
Lou Asril ist ein aufstrebender Sänger, der seine Kindheit vor allem in Seitenstetten und St. Michael/Bruckbach verbracht hat.

Vom Klassenzimmer zum Zivildienst, gleich direkt auf die Bühne, so schreibt sich der Lebenslauf des aufstrebenden Soul-Sängers „Lou Asril“ bisher. Den Großteil seines Lebens hat der 19-jährige Musiker im Bezirk Amstetten verbracht, genauer gesagt in Seitenstetten und St. Michael/Bruckbach. Heuer feiert er sein Debut als Solokünstler, und das mit Erfolg.

In der Vorwoche wurde Lou, der lieber nur mit Künstlernamen genannt werden möchte, von dem Audio-Streamingdienst Deezer in das Line-Up der diesjährigen Newcomer für Deutschland und Österreich aufgenommen. Mit diesem Programm werden jährlich aufstrebende Künstler unter anderem mit Playlist-Platzierungen und Marketing-Kampagnen gefördert. Lou Asril stand aber auch schon als Vorband der Band „Bilderbuch“ oder etwa beim heurigen Popfest in Wien auf der Bühne. Sein Konzert im ORF RadioKulturhaus am Dienstag war sogar ausverkauft.

Woher kommt die Motivation, sich in so jungen Jahren hauptberuflich als Musiker behaupten zu wollen? „Musik ist einfach das Größte, was mich glücklich machen kann. Ich weiß zwar nicht genau, was ich in Zukunft erreichen will, weil ich nicht viel über die Zukunft nachdenke. Dass es für mich nichts anderes als Musik gibt, stand aber schon immer fest.“

Aufgewachsen in einer Musikerfamilie, war es auch an Lou, sich schon früh mit Melodien und Gesang auseinanderzusetzen. So begann er mit 11 Jahren Klavier zu lernen, mit 15 folgte die erste Band. Im Alter von 17 Jahren hat er als Sänger und Komponist sogar den „Joe Zawinul Award“ erhalten, der ihm einen zweiwöchigen Workshop im amerikanischen Los Angeles ermöglichte. Während seiner Schulzeit am BORG Linz fand Lou Asril die Liebe für den Soul.

„Meine Musik steht jedem zur Interpretation frei. Was meine Songs bei den Hörern bewirken, muss jeder für sich selbst entdecken.“Sänger Lou Asril

Und dabei ist der Künstler auch geblieben. Seinen Stil beschreiben möchte er nicht, denn „meine Musik steht jedem zur Interpretation frei. Was meine Songs bei den Hörern bewirken, muss jeder für sich selbst entdecken.“

Ganz nach den Grundprinzipien des Genres sind die bisher im Frühjahr und Sommer erschienenen Singles „Divine Goldmine“ und „Soothing Moving“ Musik fürs Herz. Themen rund um Liebe, Neubeginn, Abschluss oder Drang zur Bewegung finden sich in seinen Liedern wieder. Eine dritte Single soll noch bis Ende des Jahres erscheinen.

Wie fühlt es sich wohl an, in so kurzer Zeit so viel zu erleben und zu erreichen? Lou Asril meint: „Es passieren viele Sachen, die sich schön fügen. Als Newcomer gefördert und generell gesehen zu werden sieht er als große Anerkennung. Familie und Freunde sieht er dafür allerdings seltener. „Meine Familie und Freunde leben noch im Bezirk, ich komme in letzter Zeit aber nicht mehr so oft nach Amstetten, wie ich gerne würde.“