Nachfrage beim "Jungen Wohnen" in St. Valentin groß. Nach 15 Monaten Bauzeit wird „Junges Wohnen“ in der Raiffeisenstraße nun Realität. Weiterer Bedarf ist vorhanden.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 23. Mai 2019 (04:00)
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Gerhard Karner, der zweite Präsident des NÖ Landtages (2. von rechts), Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr (3. von links) und Martin Weber, Vorstandsobmann der SG Neunkirchen (rechts), übergaben die Schlüssel an die Mieter des „Jungen Wohnens“ in der Raiffeisenstraße.

Raiffeisenstraße 10 war in der Vergangenheit ein ganz besonderer Ort für die Gemeinde St. Valentin. An dieser Adresse gleich neben dem Friedhof stand nämlich eines der hässlichsten Häuser der ganzen Stadt. „Aus dem Schandfleck ist etwas Wunderbares geworden“, freute sich Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr am vergangenen Donnerstag anlässlich der Übergabe der Niedrigenergie-Wohnhausanlage mit neun Wohneinheiten für „Junges Wohnen“.

Der Schandfleck wurde abgerissen und gab der Gemeinde somit die Möglichkeit, „Junges Wohnen“ auch in St. Valentin zu realisieren. Grundvoraussetzung für dieses vom Land geförderte Wohnmodell ist nämlich, dass die Gemeinde einen Grund zu günstigen Preisen vermietet. „Wenn die Gemeinde ein passendes Grundstück hat, dann werden wir das Projekt umsetzen“, stand für Suchan-Mayr stets fest.

Dass großer Bedarf für günstiges Wohnen für junge Menschen besteht, wurde in St. Valentin mehr als deutlich. „Alle neun Wohnungen waren auf einen Schlag weg“, erinnert sich Martin Weber, Vorstandsobmann der Siedlungsgenossenschaft Neunkirchen, die das von Baumeister Ernst Jordan geplante Objekt errichtete. Die Interessentenliste umfasste sogar mehr als 20 Personen.

Nach 15 Monaten Bauzeit dürfen die Mieter nun ihre erste eigene Wohnung beziehen. „Ich freue mich, dass ich an diesem für Sie besonderen Tag dabei sein darf“, erklärte der zweite Landtagspräsident Gerhard Karner bei der feierlichen Schlüsselübergabe.