Hochwasserschutz bestand erste Bewährungsprobe. Trotz der starken Regenfälle am 21. Juni brauchten die Anrainer des Zentrums nicht bangen. Dank das neuen Rückhaltebeckens bestand keine Überflutungsgefahr.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 03. Juli 2020 (06:06)

„Ohne das Rückhaltebecken hätten wir sicher besorgt auf den Stand des Trefflingbaches geschaut und vermutlich wäre auch schon die Feuerwehr mit Sandsäcken bereit gestanden“, sagt Bürgermeister Johann Spreitzer. Durch das neue Rückhaltebecken hat man sich dieses Szenario aber erspart.

Dort stieg das Wasser zwar, aber das Fassungsvermögen von rund 240.000 Kubikmetern Wasser war in diesem Fall noch lange nicht ausgeschöpft.

„Rückhaltebecken hat sich schon bewährt“

Die Durchflussmenge wurde durch die Drosselblende auf 20.000 Liter Wasser pro Sekunde reduziert. Das ist die Menge, die das Bett des Trefflingbaches im Ortszentrum fassen kann. „Auf jeden Fall hat sich das Rückhaltebecken schon bewährt“, sagt der Ortschef.

Durch das Becken werden rund 200 Bewohner in 60 Gebäuden, sowie Gewerbebetriebe, Gemeindebauten und wichtige Infrastruktur vor Überflutung geschützt. Der Damm ist etwa 280 Meter lang und acht Meter hoch.

Wen die Daten des Rückhaltebeckens interessieren, der findet sie auch auf zwei Informationstafeln, die die Gemeinde auf einem kleinen Rastplatz am Radweg an der Westspange aufgestellt hat.

„Von hier aus hat man auch gleich direkte Sicht auf das Rückhaltebecken“, sagt der Bürgermeister, der die Hochwasserschutzanlage ein „Jahrhundertprojekt“ für seine Gemeinde nennt, das die Bürger auch bei Starkregen beruhigt schlafen lässt. Zuletzt hat ein Schlagregen 2002 den Ortsplatz in einen See verwandelt. Die Treffling trat über die Ufer und setzte zahlreiche Häuser unter Wasser. Das soll so schnell nicht wieder passieren.