Kabarett in der Kirche: „Schmäh muss sein!“. Thomas Franz-Riegler aus St. Peter wird am 11. Oktober in der Amstettner Pfarre St. Marien mit seinem Musikkabarett „#joeh“ für Lacher sorgen.

Von Doris Schleifer-Höderl. Erstellt am 04. Oktober 2019 (03:21)
Kriener
Thomas Franz-Riegler freut sich schon auf seinen Auftritt in der Kulturkirche St. Marien.

Kirchen sind Orte der Zusammenkunft, des Rückzugs und Nachdenkens. Warum also nicht auch Orte des Kabaretts? Genau dies dachte sich der 42-jährige Thomas Franz-Riegler und adaptierte sein erfolgreiches multiinstrumentales Musikkabarettprogramm „#joeh“, um es ab sofort auch in Kirchenräumen aufzuführen.

„,Jo eh!‘ ist so ein Sager, der uns oft über die Lippen kommt, auch mir. Er ist mehr oder weniger eine charmante Art und Weise, dem Gegenüber widerwillig zuzustimmen. Eben ganz was typisch Österreichisches“, erklärt Thomas Franz-Riegler. „Damit halte ich uns allen einen Spiegel ganz nach dem Motto ,Jo eh!‘ vor. A bisserl a Schmäh muss sein.“

"Ich möchte damit aufzeigen, dass in Kirchen auch gelacht und geschmunzelt werden soll und glaube, damit ganz im Sinne des Erfinders zu handeln.“ Thomas Franz-Riegler

Thomas Franz-Riegler kommt am Freitag, 11. Oktober, in die Pfarrkirche St. Marien in Am stetten-Allersdorf „Ich möchte damit aufzeigen, dass in Kirchen auch gelacht und geschmunzelt werden soll und glaube, damit ganz im Sinne des Erfinders zu handeln.“

Die Kirche als logischer Auftrittsort wird darüber hinaus noch verständlicher, wenn man Thomas Franz-Rieglers Background kennt. Thomas war Ministrant, Sternsinger und spielte bereits als Kind daheim in St. Peter/Au im Kirchenorchester Geige. „Zu den Proben-Nachbesprechungen ins Wirtshaus durfte ich allerdings nie mitgehen. Da ist mein Vater allein hin und das hat mich als 10-Jährigen schon gestört“, berichtet er heute. „Dieses Trauma blieb lange, bis etwa vor fünf Jahren. Da bin ich dann eines Tages am Nachmittag mit meiner Trompete in die Kirche. Ich war ganz allein und habe im Kirchenraum an den verschiedensten Stellen zu spielen begonnen. Das war ein gutes Gefühl und hat mich versöhnt.“

„Back to the church“ lautet nun sein Credo. „Fakt ist, gemeinsames Lachen befreit, erleichtert und gemeinsames Singen sowieso. Ich würde mich freuen, wenn wir uns „Jo eh!“ in Allersdorf sehen!“