Neues Konzept für Grünraum. Maßnahmen von der Optimierung der Grünraumpflege bis zu Neu- und Umgestaltung einzelner Bereiche.

Von Sabine Hummer. Erstellt am 10. März 2019 (04:00)
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Auch für den Segur-Platz gibt es ein neues Grünraum-Konzept. Umweltgemeinderat Andreas Gruber, Landschaftsexperte Stefan Kastenhofer, Bauhof-Mitarbeiter Michael Leinmüller, Bürgermeister Johannes Heuras und Bauhofleiter Franz Brenn (v.l.) mit den Umgestaltungsplänen.

Im Zuge der Landesausstellung 2007 wurden die öffentlichen Grünbereiche umgestaltet. „Seitdem hat sich in diesem Bereich aber nicht mehr viel Neues getan“, sagt Bürgermeister Johannes Heuras. Nun ist die Marktgemeinde seit dem Vorjahr „Natur im Garten“-Gemeinde, was der Bürgermeister gemeinsam mit Umweltgemeinderat Andreas Gruber zum Anlass nimmt, um das Grünraumkonzept auf neue Beine zu stellen.

Mit ins Boot wurde der Landschaftsplaner Stefan Kastenhofer von „Land und Garten Bognerhof“ geholt, der sich mit seinem Team an die Arbeit machte und alle Grüninseln, Kreisverkehre, Spielplätze, den Schlosspark sowie die Gärten von Kindergärten und Schulen unter die Lupe nahm. „Wir haben alle öffentlichen Flächen aufgenommen, fotografiert, den Zustand und die Funktionen analysiert und versucht, Optimierungsvorschläge einzubringen“, erzählt Kastenhofer. Ein spezielles Augenmerk habe er für die „Natur im Garten“-Gemeinde darauf gelegt, mithilfe der Flächen einen Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu schaffen.

„Natürlich soll das Ganze auch attraktiviert und mit optischen Highlights aufgewertet werden. Speziell im Verkehrsgrün braucht es eine Bepflanzung, die sowohl extreme Hitze und Wassermangel als auch Streusalz aushält“, weiß der Experte, der das erstellte Konzept in der Vorwoche dem Umweltausschuss und dem Gemeindevorstand präsentierte.

Umsetzung startet im Frühjahr

„Wir teilen das Konzept in mehrere Stufen ein, die wir von kurz- bis längerfristig abarbeiten wollen“, informiert Umweltgemeinderat Andreas Gruber. „Dabei ist es uns wichtig, nachhaltig zu arbeiten und nicht in Perioden zu denken“, betont Gruber.

Gestartet wird im Frühjahr. Vorrangig sollen die Abläufe in der aufwendigen Grünraumpflege, die ja vom Bauhof-Team durchgeführt wird, optimiert werden. „Es soll attraktiv und dennoch durchführbar sein“, sagt Bauhofleiter Franz Brenn. Bisher war vor allem der Gießaufwand für seine Mitarbeiter enorm, was sich künftig ändern soll.

Aber auch konkrete Projekte für die Um- und Neugestaltung von öffentlichen Flächen sind angedacht, die nach und nach umgesetzt werden sollen. „Das neue Grünraumkonzept ist Teil des ökologischen Leitfadens der Gemeinde, zu dem unter anderem auch die Erneuerung der Straßenlaternen mit LEDs sowie Maßnahmen zur Stromreduzierung zählen. Wir wollen den gesamten Prozess auch öffentlich begleiten und die Bevölkerung sensibilisieren. Denn im neuen Grünraumkonzept wird es dann auch vorkommen, dass die eine oder andere Fläche nicht mehr so oft gemäht wird, weil sie zum Beispiel als Bienenweide fungiert“, erklärt Bürgermeister Johannes Heuras.