Engel baut Mitarbeiter ab. Entwicklung in der Autobranche stellt Spritzgießmaschinenbauer Engel vor Herausforderungen. Um Rückgänge abzufedern, werden 50 Leasing-Stellen reduziert.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 26. November 2019 (05:10)
Am Standort St. Valentin beschäftigt Engel 1.380 Menschen. Insgesamt arbeiten 3.900 der weltweit 6.900 Beschäftigten in den drei österreichischen Werken in St. Valentin, Schwertberg und Dietach.
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Die konjunkturelle Entwicklung vor allem der Automobilindustrie stellt den Spritzgießmaschinenbauer Engel weiter vor Herausforderungen. Geschäftsführung und Belegschaftsvertretung informierten daher in der Vorwoche die Mitarbeiter, dass die Zahl der Beschäftigten angepasst werden müsse. Daher wird die Zahl der Leasing-Kräfte am Standort St. Valentin kurzfristig reduziert.

„Seit dem Sommer bauen die Mitarbeiter an den österreichischen Engel-Standorten die gezielt für schwächere Phasen aufgebauten Zeitkonten ab. Im Großmaschinenwerk St. Valentin reicht diese Maßnahme in einzelnen Bereichen nicht mehr aus, um die Rückgänge abzufedern. Es werden dort zeitnah bis zu 50 Leasing-Stellen reduziert“, erklärt Pressesprecherin Susanne Zinckgraf.

Das Großmaschinenwerk in St. Valentin produziert zu einem überwiegenden Teil für die Automobilindustrie und ist deshalb vom Rückgang der weltweiten Automobilproduktion besonders stark betroffen. Sollten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht verbessern, müsse Engel Austria im kommenden Jahr die Zahl der Beschäftigten um fünf bis zehn Prozent reduzieren, kündigte die Geschäftsführung zudem an. Gemeinsam mit der Belegschaftsvertretung wurde vorsorglich bereits ein Sozialplan erarbeitet.

Engel sei es auch weiterhin sehr wichtig, bei Anpassungsschritten maßvoll vorzugehen und für jeden Standort und Bereich individuell zu entscheiden, betont Zinckgraf. Nur so lasse sich das Unternehmen bestmöglich durch die herausfordernden Zeiten führen und der langfristige Erfolg absi-chern.