Mobilitätsumfrage: Im Durchschnitt drei Wege am Tag

Zwei Drittel der Wege sind laut Mobilitätsumfrage in St. Valentin kürzer als fünf Kilometer, 60 Prozent werden mit dem Auto absolviert.

Erstellt am 03. Dezember 2021 | 04:47
Lesezeit: 2 Min
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Stadtrat Franz Knöbl informiert über die Ergebnisse der Mobilitätsumfrage.
Foto: Grüne

Die Erstellung eines Mobilitätskonzepts für die Stadt bis Ende 2022 ist der große Schwerpunkt der Arbeit von Grünen-Stadtrat Franz Knöbl. Um diese Verkehrsplanung optimal nach den Vorstellungen und Bedürfnissen der Einwohner ausrichten zu können, wurde im Auftrag der Stadt eine Befragung aller Haushalte zu diesem Thema durchgeführt. Die Ergebnisse der Umfrage liegen nun vor.

„Ein Dankeschön an alle Valentinerinnen und Valentiner, die sich Zeit genommen haben, den umfangreichen Fragebogen zum Thema Mobilität auszufüllen“, ist Knöbl zufrieden mit dem Rücklauf. Über 2.500 Wege in der Stadt wurden am 22. September, dem Stichtag der Befragung, erfasst und die Daten liefern wesentliche Informationen über das Mobilitätsverhalten der Einwohner. Aufgrund der aktuellen Corona-Regeln ist es derzeit nicht möglich, die Ergebnisse der Haushaltsbefragung wie ursprünglich geplant öffentlich zu präsentieren. Einige Eckdaten verrät Knöbl aber trotzdem.

60 Prozent der Wege werden mit dem Auto zurückgelegt

So besitzen rund 70 Prozent der befragten Personen ein Auto und rund ein Drittel Zeitkarten für öffentliche Verkehrsmittel. Im Durchschnitt werden pro Bürger täglich drei Wege zurückgelegt, wobei im Fragebogen jede außerhalb des Hauses zurückgelegte Strecke – unabhängig vom benützten Verkehrsmittel – als Weg definiert wurde. Auch Wege, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt wurden, fanden Berücksichtigung.

„Die Verkehrsmittelwahl ergibt sich aus den Strukturen, ist also kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis der Rahmenbedingungen, die durch technische und verkehrspolitische sowie finanzielle Parameter geschaffen werden“, sagt Knöbl. Mehr als 60 Prozent der Wege werden von den St. Valentinern mit dem Pkw zurückgelegt, aber auch das Fahrrad, dessen Nutzung bei 14 Prozent liegt, wird als Alltagsverkehrsmittel für Wege in der Stadt genutzt. Beinahe zwei Drittel der zurückgelegten Wege sind dabei kürzer als fünf Kilometer. Bei der offenen Fragestellung im Fragebogen ist klar abzulesen, dass sichere Fußwege und eine weitere Förderung sowie ein Ausbau des Radwegenetzes die zentralen Erwartungen an das Verkehrskonzept sind.