Überschuss liegt über Erwartungen. St. Valentin erwirtschaftete 2018 Überschuss von 4,54 Millionen Euro. Auch der Schuldenstand wurde gesenkt.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 05. April 2019 (04:20)
Gemeinde
Amtsleiter Rudolf Steinke, Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr und Finanzabteilungsleiter Andreas Eder (von links) mit dem Rechnungsabschluss, der in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag einstimmig beschlossen wurde.

„Die positive Einnahmenentwicklung und die konsequente Evaluierung der laufenden Kosten und geplanten Ausgaben führt uns zu einem positiven Ergebnis, das mich sehr freut“, fasste Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr (SPÖ) bei der Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag den Rechnungsabschluss für das Jahr 2018 zusammen, der letztlich einstimmig beschlossen wurde.

So durfte man sich in St. Valentin über Mehreinnahmen bei der Kommunalsteuer und bei den Ertragsanteilen freuen. In Summe konnte ein Überschuss von 4,54 Millionen Euro erwirtschaftet werden. „Damit liegen wir um 0,73 Millionen über den Erwartungen“, betonte die Stadtchefin.

Wie schon in den letzten Jahren gelang es auch 2018 den Schuldenstand der Gemeinde zu verringern. Sowohl bei den Gesamtschulden als auch bei der Pro-Kopf-Verschuldung hat man den tiefsten Stand der letzten Jahre erreicht. „Seit dem Jahr 2010, seit dem ich Bürgermeisterin sein darf, sind die Schulden von 27 auf 15,7 Millionen Euro und die Pro-Kopf-Verschuldung von 2.900 auf 1.681 Euro gesunken“, freute sich Suchan-Mayr über die Entwicklung.

Lauter „Sehr gut“ bei Haushaltskennzahlen

Besonders erfreulich sind für die Bürgermeisterin auch die Haushaltskennzahlen, die die tatsächliche finanzielle Lage einer Gemeinde widerspiegeln. „Ich darf mit Stolz berichten, dass wir erstmals bei allen Kennzahlen mit der Note ´Sehr gut´ abschließen“, verkündete Suchan-Mayr. Das Zeugnis des Musterschülers St. Valentin weist also in den Bereichen öffentliches Sparen, freie Finanzspitze, Eigenfinanzierungsquote, Schuldendienstquote und Verschuldungsdauer die Note 1 auf. Im Vorjahr hatte die Gemeinde bei der Verschuldungsdauer noch die Note 1,5 bekommen.

Seit sieben Jahren kommt der von den Experten des KDZ - Zentrum für Verwaltungsforschung entwickelte Quicktest zum Einsatz, um die Bonität aller österreichischen Gemeinden standardisiert zu bewerten. Bei dieser Wertung nimmt St. Valentin unter allen 2.096 österreichischen Gemeinden den 123. Gesamtrang ein. Bei den Gemeinden mit 5.000 bis 10.000 Einwohnern rangiert man auf Platz 12.

Positive Worte für den Rechnungsabschluss fand auch ÖVP-Stadtrat Andreas Pum. „St. Valentin ist seitens der Landeszulagen und der guten Wirtschaftslage sehr gut bedient“, stellte er klar. Es gebe volle Auftragsbücher, was im Rechnungsabschluss ersichtlich sei.

„Das Budget 2018 ist aber das Ende der Fahnenstange, wo wir gut gespart haben und viele Projekte noch nicht in Angriff genommen haben. Wir haben drei Millionen an Nichtausgaben, die wir ins nächste Jahr verschoben haben“, erinnerte Pum, dass es nun an die Umsetzung der teuren Projekte wie etwa der Veranstaltungshalle gehe. „Wir müssen schauen, dass wir uns die Projekte, die wir wollen, auch leisten können und müssen damit rechnen, dass nicht alles so finanzierbar sein wird“, warnte er.