Bezirksgericht wird feierlich eröffnet. Vertreter von Justiz, Polizei und Politik kommen zu Wort. Danach Tag der offenen Tür.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 11. April 2019 (05:37)
NOEN, Vogl
Der frühere Justizminister Wolfgang Brandstetter (4.v.l.) und der frühere Innenminister Wolfgang Sobotka (3.v.r.) griffen beim symbolischen Spatenstich für den Umbau des Bezirksgerichts im September 2017 zur Schaufel. Brandstetter wird auch bei der offiziellen Eröffnung des Gerichts Ende April in seiner ehemaligen Heimatstadt Haag zu Gast sein.

Am 26. April wird in Haag gefeiert. Ab 14 Uhr wird das Bezirksgericht nach dem Umbau und Einzug neuer Mieter offiziell eröffnet, ab 15 Uhr haben alle die Möglichkeit zu einem Rundgang im Gebäude. „Aus einem Kampf um das Bezirksgericht wurde ein Vorzeigeprojekt von Bund, Land NÖ und der Stadtgemeinde Haag zur Ortskernbelebung“, freut sich Bürgermeister Lukas Michlmayr über den bisher größten Erfolg in seiner politischen Laufbahn.

Im denkmalgeschützten Gebäude, das durch den Einbau eines Lifts an der Rückseite erst barrierefrei gemacht werden musste, ist nämlich nicht nur das Gericht untergebracht. Auch die Polizeistation Haag fand hier eine neue Heimat.

Zudem betreibt die Bezirkshauptmannschaft Amstetten eine Außenstelle für Jugend und Soziales und auch die Tagesbetreuung „Mäuseloch“ für Kleinstkinder ist im Gerichtsgebäude zu finden. Zudem gibt es Büros von Unternehmern und eine Expositur der Sonderschule Haag. „Wir sind seit Jänner zu hundert Prozent belegt. Auch alle Büros und Kellerabteile sind vermietet. Wir nehmen daher mehr Miete ein, als wir Kredit zurückzahlen“, erklärt Michlmayr.

Wie schon beim Spatenstich zum Umbau des Gerichts, wird auch beim Festakt zur Eröffnung hoher Besuch nach Haag kommen. Darunter der frühere Justizminister Wolfgang Brandstetter. Für den gebürtigen Haager war der Erhalt des Bezirksgerichts eine Herzensangelegenheit.

Neues Buch wird bei Eröffnung vorgestellt

Im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten wird auch ein neues Buch von Gerhard Obermayr präsentiert, der dafür fleißig in den Archiven gestöbert hatte. Unter dem Titel „Justiz und Polizei unter einem Dach“ gibt es nun alte Zeitungsberichte über das Gericht nachzulesen.

Außerdem hat Obermayr Inhalte über die Gerichtsbarkeit in früheren Zeiten sowie aus der Geschichte der Gendarmerie und Polizei aufgestöbert und mit neuen Fotos und Berichten aktualisiert. Auch die aktuellen Mieter werden in dem Buch vorgestellt.