Gesundheit beim Praeveniere-Bürgerforum im Fokus. Ein hochkarätiges Expertenteam stand im Stift Seitenstetten vielen medizininteressierten Bürgern für Fragen im Gesundheitsbereich Rede und Antwort.

Von Christa Aichinger. Erstellt am 26. Mai 2019 (04:50)
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Das Expertenteam umfasste Allgemeinmediziner, Fachärzte für Innere Medizin sowie Experten aus den Bereichen Kardiologie, Herzchirurgie, Ernährungsberatung, physikalische Medizin als auch spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin. Von links: Manfred Wieser, Ursula Wiedermann-Schmidt, Thomas Weber, Veronika Macek-Strokosch, Günther Laufer, Reinhold Glehr, Ernst Derfler, Richard Crevenna und Diana Bonderman.

In ansprechendem Ambiente des Maturasaals des Stiftes fand im Rahmen der Gesundheitstage das Praeveniere-Bürgerforum statt. Viele interessierte Bürger fanden sich dazu ein und zeigten großes Interesse an den Themen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Bürgermeister Johann Spreitzer und Gesundheitsausschussvorsitzender Alois Schlager freuten sich über die zahlreich erschienenen Besucher. Spreitzer erklärte, dass die Initiative Praevenire sich damit beschäftige, einen zukünftigen Weg aufzuzeigen, wie es möglich ist, unser Gesundheitssystem zu erhalten und weiterzuentwickeln sowie dafür zu sorgen, in einer gesunden Gesellschaft leben zu können. Dazu sei es erforderlich, dass sich Experten im Gesundheitsbereich regelmäßig treffen, um sich auszutauschen.

Zur Prävention und über die Eigenverantwortung

Anschließend erfolgten Impulsreferate von Gerald Bachinger, Sprecher der österreichischen Patientenanwälte und Bernhard Rupp von der Fachabteilung Gesundheitswesen in der AK NÖ. Konkret ging es um wichtige Themen, wie Prävention und Eigenverantwortung. Gefragt sind neue Ideen und Ansätze und deren Umsetzung sowie gute Information. Oftmals stellt man sich die Frage „Kann ich etwas bewirken“ oder „Welche Faktoren beeinflussen die Gesundheit“.

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Bürgermeister Johann Spreitzer freute sich über die zahlreich erschienenen Besucher, darunter Abt Petrus Pilsinger und Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig.

Auch über das „Don’t smoke“-Volksbegehren wurde gesprochen sowie über das umstrittene Thema Impfen, wo es anscheinend sehr viel an Fehlinformationen gibt in Bezug auf Wirkungen und Nebenwirkungen. Rupp referierte auch über mögliche Aktivitäten in den Betrieben. Der Masterplan Radfahren und Gehen wäre im Mostviertel bereits in der Umsetzung, meinte er erfreut. Interessierte konnten bei der Versammlung Fragen stellen, auch anonym per SMS.

Präventionsthemen wie Bewegung, die bereits im Kleinkindalter von Bedeutung sei, oder auch das Ernährungsverhalten, wurden angesprochen. Vor allem der Verzicht auf Rauchen würde sehr wohl etwas bewirken, so die Ernährungswissenschaftlerin Veronika Macek-Strokosch. Was oft nicht einfach in den Griff zu bekommen wäre, sei das Thema Blutdruck – dazu erkundigte sich Erich Döcker bezüglich deren Grenzwerte. Das Publikum interessierte sich unter anderem für Fragen zu den Gebieten Gestationsdiabetes, Cholesterinwerte, Herzschwäche oder auch für den Einfluss von psychischem Stress auf diverse Krankheiten. Das Expertenteam erläuterte dazu diverse Therapieformen und Möglichkeiten zur Früherkennung.

Workshops, Gespräche und noch vieles mehr

Der Dialog zwischen Bürgern und Experten wurde sehr gut angenommen. Während der Gesundheitstage fanden außerdem spannende Workshops, Gipfelgespräche, ein Live-Bloggertalk und ein Gemeinde-Vormittag zu diversen Gesundheitsthemen statt. Das konkrete Ziel von Praevenire ist, die Gesundheitskompetenz mit vielfältigen Maßnahmen zu steigern und Praevenire-Gedanken dorthin zu tragen, wo er hingehört und wo etwas verändert werden kann – zu den Menschen.