Nachwuchs bei China-Leoparden: „Eine Riesenfreude!“. China-Leoparden sind vom Aussterben bedroht. In Zoos und Tieparks gibt es weltweit nur noch 90 Tiere. Die Freude über zwei Babys im Tierpark ist daher groß.

Von Daniela Führer. Erstellt am 24. Mai 2019 (09:51)
Herbert Stoschek
Präsentieren die beiden China-Leoparden (von links): Tierpflegerin Gaby Wahringer, Tierärztin Barbara Forster, der zoologische Leiter Karl Auinger mit seiner Enkelin Greta Gmeiner.

Vor knapp einem Monat, am 19. April, erblickten zwei China-Leopardenbabys im Haager Tierpark das Licht der Welt. Erst vor Kurzem gelang es schließlich erstmals, die Leo-Babys von ihrer Mutter „Namira“ zu trennen und tierärztlich zu untersuchen. „Das Raubkatzenpärchen ist bei bester Gesundheit. Wir haben eine Riesenfreude mit dem Nachwuchs“, schildert der zoologische Leiter Karl Auinger in der Vorwoche.

„Es ist nämlich gar nicht einfach bei China-Leoparden, eine vom Aussterben bedrohte Art, dass sie überhaupt Nachwuchs bekommen.“ Dafür wurde im März des Vorjahres das Leo-Männchen „Griezmann“, für den Schauspielerin Nina Proll im Vorjahr die Tierpatenschaft übernommen hat, extra von Dänemark nach Haag gebracht. „Und jetzt hat es geklappt. Es sind die ersten Jungen von Mutter ‚Namira‘. Sie ist am 24. November 2014 bei uns geboren. Sie kümmert sich auch wirklich sehr gut um die beiden“, erzählt der Tierarzt.

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Von den China-Leoparden gibt es in freier Wildbahn in Nordchina nur noch sehr wenige Tiere. „In Zoos und Tierparks weltweit sind es auch nur noch 90 Stück“, sagt Auinger weiter.

Derzeit halten sich die Leoparden Babys großteils im Leoparden-Haus auf. Es wurde eine Kameraüberwachung installiert, wodurch die Besucher die Jung-Raubkatzen über einem Bildschirm, der am Leopardenhaus montiert ist, sehen können.

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