St. Valentin feierte am Namenstag. Bürgermeisterin lud ins CNH Experience Center. Themen, die die Stadt beschäftigen, standen dabei im Mittelpunkt.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 20. Februar 2019 (05:38)
Fuchs
Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig und Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl waren beim Umweltquiz chancenlos gegen „Plasticwoman“ Kerstin Suchan-Mayr (von links).

Das CNH Experience Center war am Donnerstag Schauplatz des traditionellen Empfangs der Bürgermeisterin zum Valentinstag. „Es ist eine Freude, wenn man den Saal hier sieht“, war Kerstin Suchan-Mayr begeistert vom großen Interesse der Bevölkerung, das beweist, dass der Valentinstag in der Stadt eine ganz besondere Bedeutung hat.

Ein Rückblick auf das abgelaufene Jahr und eine Vorschau auf 2019 bildeten den Rahmen dieser Veranstaltung. So erinnerte Suchan-Mayr daran, dass man 2018 mit 35 Jahre Stadterhebung, 10 Jahre Fairtrade-Gemeinde und 30 Jahre Club 55 gleich mehrere Jubiläen feiern durfte. Ein Thema, das die Stadt im Vorjahr besonders beschäftigte und auch noch einige Zeit beschäftigen wird, ist die Veranstaltungshalle inklusive Musikschule.

„Das mediale Interesse war enorm“

Vor allem dem Thema Akustik widmete man dabei sehr viel Aufmerksamkeit. „Ich gehe davon aus, dass es noch heuer den Spatenstich gibt“, erläuterte die Bürgermeisterin den nächsten Schritt. Der Hochwasserschutz, die Neugestaltung des Franz-Forster-Platzes und Junges Wohnen stehen bei den Stadtverantwortlichen ebenfalls im Vordergrund. So wird das Wohnprojekt in der Raiffeisenstraße Mitte des Jahres fertiggestellt. „Alle Wohnungen sind bereits vergeben“, verriet Suchan-Mayr dazu.

Bestimmendes Thema in der Stadt, mit dem man auch österreichweit bekannt wurde und viele zum Nachahmen animierte, war in den letzten Monaten aber die „plastikfreie Gemeinde“. „Das mediale Interesse war enorm. Die Reaktion in dem Ausmaß und dass wir in dem Bereich Vorreiter sind, hat uns überrascht. Aber die Werbung ist unbezahlbar“, gab Suchan-Mayr zu.

Eine Erfolgsgeschichte ist auch die Wirtschafts- und Gemeindekooperation Westwinkel. „Bisher haben wir in wilder Ehe zusammengearbeitet, im Vorjahr haben wir offiziell einen Verein gegründet“, so Suchan-Mayr zum Zusammenschluss der Gemeinden St. Valentin, Ennsdorf, Ernsthofen, St. Pantaleon-Erla und Strengberg. 464.000 Westwinkel-Gutscheine wurden im Vorjahr in den teilnehmenden Betrieben eingelöst, wodurch rund fünf Millionen Euro an Wertschöpfung in der Region blieben.

Nicht fehlen durfte beim Valentinstagsempfang die Vorstellung der Valentinstagsprodukte, die noch das ganze Jahr über zu kaufen sind. Heuer handelt es sich um den Stadtmost aus dem Hause Haselberger und Halbmayr, den Valentiner Stoff nach Entwürfen des Künstlers Hermann Brandner, aus dem Michaela Wurz auch das Kleid der Bürgermeisterin schneiderte, und um ein Rätsel- und Malheft für Kinder rund um die Abenteuer von Maskottchen Valli.

Ehrengast des Abends war neben den Vertretern aus der tschechischen Partnerstadt Pelhrimov Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl, der der St. Valentiner Bürgermeisterin, die seit fast einem Jahr auch im Landtag sitzt, Rosen streute. „In der Politik braucht man Liebe zu den Menschen, Empathie und einen langen Atem, um Projekte durchzutragen. Kerstin vereint all das“, erklärte Schnabl. Er trat am Ende des Empfangs an der Seite von Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig auch zum Umweltquiz „Plasticwoman gegen Humpty-Dumpty“ an.

Dabei ging es darum, bei Fragen zum Thema Plastik gegen Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr zu bestehen. Wie auch einige Gemeinderäte scheiterten die Landespolitiker an Suchan-Mayrs Fachwissen. „Nicht umsonst ist unsere Bürgermeisterin eine Kämpferin in Sachen Plastik“, kommentierte Moderator Arnold Mottas die Siegesserie der Gastgeberin.