Pkw-Lenker raste Polizei bis St. Valentin davon. Eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei hat sich ein Pkw-Lenker am Pfingstmontag im Bezirk Amstetten geliefert.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 02. Juni 2020 (10:36)
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Der Oberösterreicher raste unter anderem mit 100 km/h trotz roter Ampel über eine Kreuzung im Ortsgebiet von Ennsdorf. Gestellt wurde der 22-Jährige in St. Valentin. Der junge Mann hatte keinen Führerschein und war Exekutivangaben zufolge durch Drogen beeinträchtigt.

Aufgefallen ist der Lenker den Beamten, weil der von ihm gesteuerte Wagen in desolatem Zustand war. Die Polizisten verfolgten den Mann aus dem Bezirk Linz-Land mit Blaulicht und eingeschaltetem Folgetonhorn. Der Oberösterreicher hielt nicht, sondern begann vielmehr zu rasen.

Auf der L6247 war er mit bis zu 170 km/h unterwegs, obwohl in diesem Bereich mehrere 70-km/h-Beschränkungen vorliegen, wie die Landespolizeidirektion Niederösterreich in einer Aussendung festhielt. Bei der Ortseinfahrt in Ennsdorf donnerte der 22-Jährige mit seinem Auto links an einer Verkehrsinsel vorbei und kam wegen eines entgegenkommenden Kfz kurz ins Schleudern.

Nachdem der Lenker in St. Valentin angehalten wurde, stellte sich heraus, dass ihm der Führerschein bereits entzogen worden war. Zudem hatte der 22-Jährige Methamphetamin und Cannabiskraut bei sich. Den Pkw will sich der Oberösterreicher von einem Bekannten geliehen haben.

Der junge Mann wird der Bezirkshauptmannschaft Amstetten wegen insgesamt 25 Verwaltungsübertretungen angezeigt. Das Verhalten des Rasers ist indes auch ein Fall für die Staatsanwaltschaft St. Pölten: Gefährdung der körperlichen Sicherheit, Widerstand gegen die Staatsgewalt sowie Verstöße gegen das Suchtmittelgesetz stehen im Raum.