Ennsdorfer Ortschef zu Donaubrücke: „Brauchen Entlastung“

Gemeinde Ennsdorf fordert sofortigen Stopp der Planungen für die Variante 12.

Erstellt am 14. Januar 2022 | 15:49
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Die betroffenen Grundbesitzer Franz Lehenbauer mit Sohn Alexander und Herbert Zittmayr (von links) wehren sich gegen die Variante 12.
Foto: privat

Kurz vor dem nächsten Planungs-Jour fixe für die neue Donaubrücke am Mittwoch, zu dem die beiden Länder NÖ und OÖ die Standortgemeinden geladen haben, macht die Gemeinde Ennsdorf mittels einer Resolution abermals auf ihre Position aufmerksam.

In der Gemeinderatsitzung im Dezember wurde einstimmig eine Resolution beschlossen, in der die Position als am stärksten betroffene Standortgemeinde noch einmal verdeutlicht wird. „Die aktuell geplante Trasse ist mit dem Klimaschutz, dem ressourcenschonenden Umgang mit unserer Natur und dem Schutz der Menschen vor gesundheitsschädlichen Emissionen nicht vereinbar“, so ein Auszug daraus.

„Da beim Jour fixe seitens der Länder ein Diskussionsverbot bezüglich der anderen Varianten verhängt wurde, machen wir nochmals schriftlich auf unsere Forderungen aufmerksam,“ erklärt Bürgermeister Daniel Lachmayr. „Das vorliegende Projekt ist die einzige Variante, welche zusätzlichen Verkehr in Ortsgebiete verlagert. Mit viel Steuergeld soll hier auf Kosten von Natur, Tieren und der Anrainer im Enns-Donauwinkel Niederösterreichs eine Straße errichtet werden, die die Planungsziele vollkommen verfehlt. Das Gemeindegebiet von Ennsdorf ist bereits jetzt über Gebühr mit Kfz-Verkehr belastet. Ennsdorf braucht eine Entlastung und keine weitere Belastung“, ergänzt der Ortschef.

In der Bürgerplattform Pro Ennsdorf-Windpassing, die ebenfalls zum Jour fixe eingeladen ist, sind neben Anrainern auch Grundbesitzer des von der Rodung betroffenen Augebietes aktiv. Sie kündigen an, aufgrund der bis dato fehlenden Trassenverordnung, dem Land NÖ, beziehungsweise vom Land beauftragten Firmen, die Betretung ihrer Grundflächen zu versagen.