Ennsdorf investiert in die Jugend. Einführung von Mittagsbetreuung in Volksschule und weitere Spielplätze geplant.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 09. Juli 2020 (03:53)
Spielplätzen wird in Ennsdorf auch künftig viel Platz eingeräumt werden. Größere Siedlungstätigkeiten sollen mit der Errichtung weiterer Spielplätze einhergehen. Als Goldgriff hat sich jedenfalls der Motorikpark erwiesen, der sich nach wie vor großer Beliebtheit bei Jung und Alt erfreut.
Motorik Dreams

Auch wenn das Schuljahr erst am Freitag zu Ende gegangen ist, macht man sich in Ennsdorf bereits Gedanken über das nächste und plant ein neues Angebot für Volksschüler. „Nachdem es ein großer Wunsch der Eltern ist, prüfen wir derzeit die Einführung einer Mittagsbetreuung in der Volksschule“, sagt Bürgermeister Daniel Lachmayr.

Ennsdorf verfügt über einen qualitativ sehr hochwertigen Hort und eine Kleinkindbetreuung. „Der Hort geht bis 17 Uhr, aber es gibt viele Eltern, die nur eine Betreuung über Mittag brauchen würden und ihre Kinder um 13 Uhr abholen wollen. Da zahlt sich der Hort nicht aus“, erklärt der Ortschef. Daher sei man politisch übereingekommen, dass es sinnvoll wäre, eine Mittagsbetreuung zur Verfügung stellen zu wollen. „Wir prüfen jetzt die Einführung mit September.

Es handelt sich dabei aber nur um eine Aufsicht über die Mittagszeit. Essen und pädagogische Betreuung wird es weiterhin nur im Hort geben“, stellt Lachmayr klar. Änderungen wird es im Herbst auch im Kindergartenbereich geben. „Wir haben momentan zwei Kindergärten mit je drei Gruppen. Die werden mit September zu einem Kindergarten mit sechs Gruppen zusammengelegt, weil sie ja ohnehin nebeneinander liegen“, erklärt Lachmayr. Handlungsbedarf gibt es auch beim Gebäude selbst, das alt ist und daher saniert werden muss. „Im Zuge dessen gibt es Überlegungen, ob man nicht vorsorglich gleich einen Gruppenraum dazu baut“, verrät Lachmayr. Voraussetzung ist natürlich, dass der Zubau finanzierbar ist, denn eine Förderung gibt es ja erst dann, wenn man eine weitere Gruppe auch wirklich braucht.

Mehr Spielplätze im Siedlungsgebiet

Dass Ennsdorf eine kinder- und jugendfreundliche Gemeinde ist, war schon unter Lachmayrs Vorgänger Alfred Buchberger so. Diesen Weg will man fortsetzen und der Jugend auch künftig ausreichend Spiel- und Bewegungsraum geben. „Auch wenn es für die Gemeinde ein zusätzlicher Investitionsbedarf und zusätzlicher Aufwand ist, möchte ich auch in Zukunft darauf schauen, dass unsere Spielplätze in Schuss gehalten werden und mit jeder Siedlungstätigkeit, die passiert, auch die Spielplätze erweitert beziehungsweise neue Spielplätze gemacht werden“, verkündet Lachmayr.

So will man zum Beispiel in der Eulenstraße, einem Siedlungsgebiet mit viel großvolumigem Wohnbau, einen Bauteil weglassen und nicht so verdichtet bauen, wie ursprünglich geplant war. Stattdessen will die Gemeinde Grund für einen öffentlichen Spielplatz zur Verfügung stellen. „Damit können wir auch die Parkplatzsituation entschärfen und der öffentliche Spielplatz, wo sich die Leute mit ihren Kindern treffen können, wertet auch das ganze Gebiet etwas auf“, ist Lachmayr überzeugt.

Das Wohngebiet Eulenstraße, das sehr nahe an der Westautobahn liegt, könnte auch von weiteren Bemühungen der Gemeinde profitieren, denn bezüglich Lärmmessung ist man in ständigem Kontakt mit der Asfinag. Es wäre der Wunsch der Gemeinde, die Lärmschutzmaßnahmen entlang der Autobahn zu verbessern. „Die Asfinag hat zugesagt, dass sie heuer Lärmmessungen im gesamten Gemeindegebiet durchführen wird“, informiert der Bürgermeister.

Danach wird es Gespräche geben, wie der Lärmschutz verbessert werden kann, ob etwa höhere oder neue Wände möglich sind. „Ich rechne damit, dass es auf jeden Fall Verbesserungsbedarf gibt, weil die Lärmschutzwände zum Teil schon sehr alt sind“, ist Daniel Lachmayr überzeugt.